FUSSBALL: Klaus Schmitz hat bei A-Ligist TuRa Espelkamp mit der Vorbereitung begonnen
Espelkamp. "Am Ende habe ich mich selbst gewundert. Es waren sechs Jahre. Eine ganz schön lange Zeit", antwortete Klaus Schmitz auf die Frage, wie lange er beim FC Lübbecke gewesen ist. In den sechs Jahren hatte Schmitz bei den Lübbeckern hervorragende Arbeit geleistet. Doch das Buch FCL ist für Schmitz erst einmal zu Ende gelesen. "Eigentlich wollte ich eine Pause einlegen", gibt Schmitz offen zu. Doch die Gespräche mit TuRa Espelkamp verliefen so gut, dass sich der Trainerfuchs noch einmal umstimmen ließ. "Ich habe schon immer gerne mit jungen Spielern zusammengearbeitet und davon gibt es hier eine ganze Menge", so Schmitz zu den Beweggründen, bei den Alt-Espelkampern die Nachfolge von Jörg Winkelmann anzutreten.
Nicht nur für Schmitz ist es nach den Jahren beim FC Lübbecke ein Neuanfang, auch die Turaner müssen sich nun daran gewöhnen, dass ein externer Trainer kommt. "Die Mannschaft hat großes Potenzial, das hat man auch in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Zudem kann ich auf eine riesengroße Spielerdecke zurückgreifen. Wie erfolgshuinngrig sie sind, konnte man bereits bei den ersten Trainingseinheiten sehen", erklärt Schmitz. "Und ich habe sicherlich den Vorteil, dass ich völlig unbefangen an die Aufgabe herangehe".
TuRa Espelkamp hat sicherlich noch mehr Potenzial nach oben als der siebte Platz aus der Vorsaison. Allerdings gibt es bei den Espelkampern ein kleines Problem, das sich mittlerweile aber anschaut wie der Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Seit einigen Jahren schafft es die TuRa einfach nicht, einen vernünftigen Saisonstart hinzulegen. Zwar gehörte Espelkamp im zweiten Saisonteil immer zu den besten Mannschaften der Kreisliga A, doch für eine ganz vordere Platzierung war die Hypothek aus der Hinrunde einfach zu groß. "Ich habe natürlich auch davon gehört. Allerdings war es mir nicht so bewusst. Aber hier wollen wir den Hebel ansetzen. Wir arbeiten hart daran, endlich einmal gut aus den Startlöchern zu kommen und nicht wieder ein Fehlstart hinzulegen", so Klaus Schmitz.
Über ein konkretes Ziel mit seinem Vorgänger und jetzigen Vorsitzenden Jörg Winkelmann hat sich Schmitz nicht unterhalten. "Ich möchte die Mannschaft weiterentwickeln und dann wird sich zwangsläufig ein Erfolg einstellen. Bei allen ist noch Luft nach oben und das möchte ich herauskitzeln", gibt Schmitz als eigentliches Ziel an.
Auch der neue Trainer der Turaner erwartet insgesamt eine sehr ausgeglichene Serie in der Kreisliga A. "Es könnte zu spannend werden wie selten zuvor. Der VfL Frotheim ist sicherlich zu nennen, allerdings muss man abwarten, ob sie noch einmal eine solche Euphorie entfachen können", so Schmitz.
Personell hat sich mit einer Ausnahme bei TuRa Espelkamp wenig getan. Doch der Weggang von Valentin Dück zum Bezirksliga-Aufsteiger FC Preußen Espelkamp II schmerzt schon sehr. "Wir haben nur einen Abgang, aber der tut uns richtig weh", macht Schmitz keinen Hehl über die Wichtigkeit, die Dück für das Spiel von TuRa Espelkamp hatte. Dennoch blickt er gleich wieder nach vorne. "Sein Bruder Stephan soll die Lücke schließen. Die Grundlagen bringt er dafür allemal mit", ist Schmitz überzeugt. Wieder zurück bei TuRa ist Andreas Steinbrügger, der zur letzten Saison zum Stadtnachbarn gewechselt war.