Lübbecke-Gehlenbeck. Der TuS Gehlenbeck war in der vergangenen Spielzeit der Fußball-Kreisliga A so etwas wie der VfB Stuttgart in der Bundesliga. Lange Zeit schlugen sich die Gehlenbecker unter ihrem neuen Trainer Thorsten Schmidt mehr schlecht als recht im Kreisoberhaus. Nach schwacher Hinrunde steigerte sich der TuS aber und klopfte am Ende mit Platz sechs sogar noch bei den oberen Mannschaften an.
In der neuen Spielzeit wollen die Gehlenbecker aber auch dort hereingelassen werden. "Wir wollen mindestens unseren Platz wiederholen. Angepeilt ist aber Platz drei bis sechs", gibt sich Schmidt optimistisch.
Damit lässt Gehlenbecks Trainer als einer der wenigen seiner Zunft die Katze über das Saisonziel aus dem Sack. Allerdings weiß auch Schmidt, dass dies schwer vorauszusehen ist. "Die Saison verspricht äußerst spannend zu werden. Es kommen eine Handvoll Teams in Frage, die oben mitspielen können. Einen klaren Favoriten gibt es für mich nicht", so der 38-Jährige.
Die Gehlenbecker gehen mit großem Selbstvertrauen in die neue Spielzeit. Nach der "verpatzten" Hinrunde gehörte Gehlenbeck zu den besten Teams der Rückrunde. Sicherlich auch ein Grund dafür war die Umstellung der Abwehr auf die Viererkette. "Wir haben große Fortschritte gemacht und das hat sich dann auch in Ergebnissen niedergeschlagen. Diesen Weg werden wir fortsetzen und uns dabei weiter stabilisieren", so Schmidt weiter. Personell kann Schmidt dabei fast auf den identischen Kader zurückgreifen.
Mit Thorsten Bringewatt kehrte ein Eigengewächs nach einem Jahr Spielzeit beim Bezirksligisten TuS Tengern II zurück. Zudem verstärken die beiden Jugendspieler Wilko Liebke und Oliver Kottkamp den Kader der ersten Mannschaft. Den Verein verließen Kadri Günnay und Torhüter Pierre Gambera in Richtung TuS Nettelstedt. Weiterhin zur Verfügung stehen wird auch Jens Gerdom, der mit seiner Erfahrung immer noch eine wichtige Stütze der Mannschaft ist. Zudem konnte auch Torjäger Thorsten Jager
nach zahlreichen Verletzungen zuletzt wieder schmerzfrei spielen und dies machte sich in der Rückrunde wieder erfreulich bemerkbar. Fehlen wird dagegen weiterhin Benjamin Scholz, der nach seiner schweren Verletzung vielleicht wieder in der Rückrunde spielen kann. In der Titelfrage will sich Thorsten Schmidt zwar nicht festlegen, rechnet aber stark mit dem VfL Frotheim. "Der SC Isenstedt hat sich zudem gut verstärkt", so Schmidt.