VOLTIGIEREN: Für die Deutsche Meisterschaft in Leipzig qualifiziert / Platz 2 bei Westfälischer Meisterschaft belegt
Stemwede-Wehdem (nw). Bei den Westfälischen Meisterschaften im Voltigieren in Handorf zeigte der RV Wehdem-Oppendorf, das im Verein hervorragende Arbeit geleistet wird. Bei den Titelkämpfen zeigten sich die altersoffenen Gruppen und Einzelvoltigierer in einem spannenden Wettkampf um die Meisterschaft und Nominierung zur Deutschen Meisterschaft. Im Rahmenprogramm fand das Finale des M-Pokal und des Doppel-Pokal statt.
Der RV Wehdem-Oppendorf trat mit dem S-Team, den vier Einzelvoltigierern Simona Brune, Andreas Hollweg, Christin Meyer zu Drewer und Eileen Siekmeier und dem Doppelpaar, bestehend aus Christin Meyer zu Drewer und Simona Brune, an.
Die Einzelvoltigierer machten den Anfang mit dem Pflichtdurchgang. Eileen Siekmeier und Simona Brune starteten auf ihrem Ersatzpferd Valeur di Giorno, mit dem sie in zwei Wochen auch zur Deutschen Jugend-Meisterschaft nach Aachen fahren. Die beiden 15 -jährigen Schülerinnen kamen zufrieden aus der Prüfung heraus.
Auch Andreas Hellweg musste musste auf einem anderen Pferd voltigieren und startete somit auf Chameur mit Christin Meyer zu Drewer zusammen. Es folgten die Mannschaftspflichten, das Team der Oppendorfer turnte auch hier auf Ersatzpferd Valeur di Giorno, der seinen Part gut meisterte. Platz 7 hieß es vorerst für die Mannschaft, was noch hoffen ließ, sich eventuell zum ersten Mal für das Finale für die sechs besten Mannschaften zu qualifizieren.
Am späten Nachmittag folgten die Küren aller Teilnehmer. Eileen Siekmeier beendete mit Platz 8 den Umlauf und entschied sich zu Gunsten des Pferdes, am nächsten Tag nicht im Finale anzutreten. Und auch Simona Brune legte eine saubere Kür hin. Beide waren überaus zufrieden mit dem Abschneiden . Christin Meyer zu Drewer hingegen kämpfte sich gut durch ihre Kür. Andreas Hollweg musste nach seinem Aufgang das Pferd direkt wieder verlassen; die Richter sahen es als zu riskant an.
Die Mannschaft sammelte am Abend noch einmal ihre ganze Kraft für die Kür und präsentierte sich von der besten Seite. Es hatte geklappt, der Finaleinzug war sicher. Die Longenführerin aller Oppendorfer Teilnehmer Silke Steinkuhle war überaus glücklich, wie Valeur die Mannschaft so sicher präsentierte und sich von nichts aus der Ruhe bringen ließ.
Am Sonntag standen das Doppelpaar und das Finale der Mannschaftsküren auf dem Programm. Hier entschloss sich das Doppelpaar ebenfalls auf Valeur zu starten, obwohl sie eigentlich auf Chameur genannt waren. Um eine sichere Kür zu präsentieren, war dies die bessere Lösung. Das bewies auch das Endresultat, denn nach einer ausdrucksstarken und sicheren Kür belegten Simona Brune und Christin Meyer zu Drewer Platz 2.
"Bei dem starken Starterfeld hatten wir eigentlich nicht an solch eine gute Platzierung gedacht. Uns war nur wichtig selbst zufrieden mit unserer Leistung zu sein", erklärte Longenführerin Silke Steinkuhle. Nun musste die Mannschaftskür noch einmal rund laufen, und das tat sie auch. Die sechs Mädels hatten noch einmal alles gegeben. Doch bei Platz 6 blieb es, was aber bisher das beste Mannschaftsergebnis der Oppendorfer auf der Westfälischen Meisterschaft ist.
Am Ende der Veranstaltung stand die Meisterehrung auf dem Hauptplatz an, wo auch die Bekanntgabe der Nominierten zu Deutschen Meisterschaft Ende August in Leipzig vorgenommen wurde. Dabei passierte etwas Unerwartetes: Das Doppelpaar Simona Brune und Christin Meyer zu Drewer darf für den Landesverband Westfalen nach Leipzig zur Deutschen Meisterschaft fahren, zum ersten Bundeswettkampf der Doppelvoltigierer treten sie dort für Westfalen an. Ebenfalls wurden die beiden für den Doppel-Cup in Mildstedt im September qualifiziert.