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03.09.2010
Hoffnung für das Projekt Wiederaufstieg
HANDBALL: Der Startschuss fällt für GWD Minden heute mit einem Heimspiel gegen den VfL Edewecht

Erfahrung am Kreis | FOTO: M. RIECHMANN

Minden (kn). GWD geht mit einem Kader von 16 Spielern und einem Etat von 2,0 Millionen Euro in der 2. Liga Nord an den Start und gilt als der Saisonfavorit. Heute fällt mit dem Heimspiel gegen VfL Edewecht (19.30 Uhr) der Startschuss zum Projekt Wiederaufstieg.

"Ab jetzt zählen nur noch die Punkte. Wir stehen vor einem Riesenprojekt, dass nicht einfach zu realisieren sein wird. Unser Vorteil ist die erste Besetzung, in der wir acht gestandene Spieler haben", hofft GWD-Manager Horst Bredemeier, dass sein Konzept mit einer Mischung aus erfahren Kräfte und den eigenen jungen Talenten aufgeht.

"Es ist im Handball nicht einfach, eine Liga zu dominieren und zu gewinnen. Du musst neun Monate dein Top-Niveau erreichen", ist Mindens Trainer Ulf Schefvert klar. "Wir müssen schnell lernen, die Rolle des Favoriten zu handhaben. Das erfordert volle Konzentration und den Respekt vor jedem Gegner", sagt Schefvert mit Blick auf die wechselhafte Vorbereitung. "Da hat das Team Licht und Schatten gezeigt. Doch der letzte Auftritt in Dormagen gibt uns Hoffnung, unser Ziel zu erreichen", sagt Horst Bredemeier.

Der GWD-Manager hat den Etat seiner Mannschaft nach dem Bundesliga-Abstieg um 500.000 Euro auf 2,0 Millionen Euro abgespeckt. Den reinen Personaletat (Spieler und Trainer) bezifferte Bredemeier auf 1,3 Millionen Euro, wobei 250.000 Euro davon an die Berufsgenossenschaft gingen, so Bredemeier.

In den 16 Heimspielen (Delitzsch verzichtete nach Insolvenz auf seinen Zweitliga-Platz) in der Mindener Kampa-Halle erwarten die Mindener einen Schnitt von 1.500 Besuchern pro Heimspiel. Im letzten Bundesliga-Jahr 2009/2010 kam GWD noch auf einen Schnitt von 2.727 Zuschauern. "Unser Wunsch ist vorne natürlich eine Zwei beim Zuschauer-Schnitt", sagt Bredemeier. Ob dies erreicht wird, hängt vom sportlichen Auftritt ab.

Als härtesten Rivalen erwarten die Mindener den amtierenden Vizemeister und Relegations-Teilnehmer TV Emsdetten. "Emsdetten hat die größte Substanz aller Rivalen, das beste Publikum und die größte Erfahrung", so Bredemeier. Für GWD Minden wird wichtig sein, die bekannt hohen Auswärtshürden Rostock (am kommenden Mittwoch), Nordhorn, Hildesheim und Essen zu überspringen.

"12 bis 14 Minuspunkte kann man als Spitzenreiter verkraften", geht Bredemeier nicht von einer "Zu-Null-Serie" aus. Ohnehin ist ein harter Kampf zu erwarten, denn aus zwei zweiten Liga wird im kommenen Jahr 2011 eine gemacht.


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