HANDBALL: Zweitligist GWD Minden schafft in Espelkamp einen 27:26-Sieg gegen Bundesligist Eintracht Hildesheim
Espelkamp (pla). Herbert Zahnhausen hatte gute Laune. Der Vorsitzende der HSG Espelkamp/Fabbenstedt freute sich am Dienstagabend über ungefähr 200 Zuschauer in der Rundturnhalle, als sich Handball-Zweitligist GWD Minden und Bundesligist Eintracht Hildesheim in einem Testspiel gegenüber standen. "Das war ein rundum gelungener Abend für alle Beteiligten", meinte Zahnhausen.
Der organisatorische Aufwand, den die HSG Espelkamp/Fabbenstedt betrieben hatte, ging nämlich auf. Der Bratwurststand vor der Rundturnhalle war vor der Partie und in der Pause gut frequentiert, zudem holten sich die HSG-Nachwuchshandballerinnen (die waren auch mit GWD Minden eingelaufen) eifrig Autogramme und staunten anschließend über die Schnelligkeit vieler Aktionen.
Auch GWD Mindens Vorsitzender und Manager Horst Bredemeier konnte der Veranstaltung positive Seiten abgewinnen. "Angesichts unserer vielen Ausfälle ist es doch ganz gut gelaufen", so Bredemeier zum sportlichen Teil des Abends. "Mit der Zuschauerzahl kann man wirklich zufrieden sein. Und auch die HSG Espelkamp/Fabbenstedt hat von dem Abend profitiert. Also haben alle etwas von dieser Veranstaltung gehabt", so Bredemeier weiter.
In einem Gespräch mit Herbert Zahnhausen stellte Bredemeier zudem ein Testspiel GWD Mindens in der Vorbereitung auf die kommende Saison in Aussicht. "Das bekommen wir auf jeden Fall hin, denn das hat sich ja bewährt", ergänzte Bredemeier und sorgte ein weiteres Mal für ein angedeutetes Grinsen in Herbert Zahnhausens Gesicht. Schon im vergangenen Jahr hatte GWD Minden in Espelkamp gegen eine schwedische Mannschaft ein Freundschaftsspiel bestritten.
Für GWD Minden war die Partie gegen den Bundesliga-Letzten Eintracht Hildesheim ein Muster ohne Wert. Mit Dalibor Doder (Grippe), Nenad Bilbija (Achillessehnenprobleme) und Sören Südmeier (er hatte Schmerzen am Arm und wurde deshalb geschont) fehlten drei wichtige Rückraumspieler. Vor dem Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen den Rangzweiten TV Neuhausen hätte GWD Mindens Trainer Ulf Schefvert, der von Aaron Ziercke auf der Bank unterstützt wurde, natürlich liebend gerne auf sein stärkstes Aufgebot zurück gegriffen. Neuzugang Oliver Tesch sorgte in der Deckung für die gewünschte Aggressivität. "Ich habe fast mehr Linkshänder als Rechtshänder", stellte Schefvert lakonisch fest. Aufgrund des Fehlens von zwei Spielmachern und gleich drei Rückraum-Linken ernannte Schefvert Linkshänder Christoph Steinert zum Regisseur. Reserve-Allrounder Sebastian Bagats und Aljoscha Schmidt wechselten sich je eine Halbzeit im linken Rückraum ab. Bagats und Schmidt waren es dann auch, die am Ende mit schönen Tricks und beherzten Aktionen die knappen Vorsprünge zum 21:19 (42.), 26:25 und 27:26 herauswarfen.
GWD Minden: Persson, Vortmann; Schmidt (7/1), Klesniks (3), Tesch (2), Steinert (6), Svitlica (4/3), Andersson (1), Oevermann (1), Bagats (3).
Eintracht Hildesheim: Klockmann, Schulz; Tzimourtos (3/1), Nikolov (1), Slundt (3), Hoffmann (4), Qvist (5), Jahns (2/2), Weißbach (2), Coßbau (2), Ivakno (1), Behnke (1), von Hermanni.