Lübbecke. Markus Baur hat schon oft in Magdeburg gespielt. "Ich kann mich aber nicht erinnern, jemals eine so große Chance gehabt zu haben, dort zu gewinnen", meinte Baur am Tag nach der 25:28-Niederlage des TuS N-Lübbecke. Der Handball-Bundesligist vergab am Mittwochabend die große Möglichkeit auf einen perfekten Start in den zweiten Saisonteil. "Es war definitiv mehr für uns drin, letztlich haben nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben", so Baur weiter.
Bei seiner Analyse mochte Baur niemandem seiner Spieler einen Vorwurf machen. "Doch, aber nur einen: wir haben zu viele klare Chancen liegen lassen", so Baur, der seiner Mannschaft ansonsten "große Bereitschaft, sehr großes Engagement, fast keinen technischen Fehler und ein tolles Rückzugsverhalten" attestierte. In einem Spiel auf Augenhöhe scheiterten die Lübbecker Werfer immerhin 24 Mal an SCM-Schlussmann Gerrie Eijlers, der unter anderem zwei Siebenmeter von Tomasz Tluczynski abwehrte. SCM-Trainer Frank Carstens fand nach dem Spiel selbstverständlich lobende Worte für seinen niederländischen Torhüter. "Ansonsten war das ein schmutziger Sieg", so Carstens.
"Positiv ist aber doch aus unserer Sicht, dass wir uns die Chancen überhaupt herausgespielt haben. Dass Arne Niemeyer in der entscheidenden Phase zweimal Latte oder Pfosten anvisiert, ist auch eine gehörige Portion Pech", ergänzte der Trainer des TuS N-Lübbecke. Ein wenig Kritik übte Markus Baur dagegen an sich selbst für seine Zeitstrafe kurz vor der Pause, als er einen Eckball für sein Team reklamierte. "Das war blöd", so Baurs kurzer Kommentar zu dieser Szene. Die anschließende zweifache Unterzahl verlor der TuS N-Lübbecke übrigens nur mit 0:1.
Nachdem die Begegnung in Magdeburg analysiert war, ging es beim TuS N-Lübbecke seit gestern darum, mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel am Samstag, 18. Februar, gegen den TBV Lemgo zu beginnen. Diese Partie wird bereits um 15 Uhr in der Lübbecker Kreissporthalle angepfiffen, sie wird auch von Sport 1 live übertragen. Gestern und am Freitag standen normale Trainingseinheiten auf dem Terminkalender, der Samstag bleibt frei. Am Sonntag macht sich die Mannschaft gemeinsam zum Skispringen nach Willingen auf. In Willingen wird man unter anderem auch Ulrich Conrady treffen, der seit Saisonbeginn mit seiner sogenannten Schall-Therapie die Spieler des TuS N-Lübbecke begleitet. Conrady kümmert sich mit seiner Therapie auch um die österreichischen Skispringer, die auf seine Methode schwören.
Ab kommendem Montag steht dann eine ganz normale Trainingswoche auf dem Programm der Lübbecker Spieler, ehe es am 18. Februar zum OWL-Derby gegen den TBV Lemgo kommt. TBV-Trainer Dirk Beuchler hat schon einige Karten für Freunde und Bekannte organisiert. "Ich freue mich riesig auf das Spiel", so der Ex-Lübbecker Beuchler.