Rahden (wib). "Ein problemloser erster Saisonteil", urteilten Heinz Büttemeier und Karl- Heinz Strunk. Schwierigkeiten sahen die beiden Staffelleiter des Fußballkreises Lübbecke lediglich bei der Umsetzung der neuen Festspielregel (Fünf-Tages-Frist). Sie mussten deshalb gleich eine Reihe von kampflosen Wertungen vornehmen. Die Saisonfortsetzung beginnt in den Kreisligen mit Nachholspielen am 18. März.
Heinz Büttemeier listete in der Kreisliga A bislang 18 rote Karten mit 101 Wochen Sperre sowie 30 gelb-rote Karten und fünf Abgaben an die Kreisspruchkammer auf. Karl-Heinz Strunk sprach von 17 roten und 18 gelb-roten Karten in der Kreisliga B. Kreisvorsitzender Fritz Struckmeyer verlas den Bericht des beruflich verhinderten Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschusses Jörg Uphoff. Darin kündigte dieser den Beginn eines neuen Anwärterlehrgangs für den 25. Februar (13.30 Uhr Schulungszentrum der Wortmann AG, Hüllhorst) an und verwies auf den seit Januar gültigen neuen Zwei-Stufen-Plan des Verbandes. Danach erhöhen sich die alljährlichen Ordnungsgelder der Vereine für fehlende Schiedsrichter von 150 auf 250 Euro. Vom Turnierverbot, das in Stufe 2 ausgerufen wird, können sich die Vereine künftig freikaufen, wobei neben dem Ordnungsgeld noch einmal das dreifache der Summe fällig wird (Strunk: "Es geht nur noch ums Geld").
Zum Schiri-Soll eines Vereins zählt übrigens ein Unparteiischer, der wenigstens 15 Pflichtspiele im Jahr leitet. Um die Vereinswechsel von Schiedsrichtern zu unterbinden, zählen diese künftig immer noch zwei Jahre zum Soll ihres alten Vereins (eventuell anfallende Ordnungsstrafen müsste allerdings bereits der neue Verein übernehmen).
Zehn Verfahrenen bearbeitete die Kreisspruchkammer unter dem Vorsitz von Dietmar Meier, fünf davon im schriftlichen Verfahren. Sechs beinhalteten Fehlverhalten gegenüber Schiedsrichtern. "Das muss sich ändern", fordert der Vorsitzende der KSK, die übrigens erstmals mit einer dreijährigen Sperre das Höchsturteil verhängte. Um Kosten zu sparen, erklärten sich die Vereinsvertreter damit einverstanden, dass die Einladungen zu KSK-Verhandlungen künftig auf elektronischem Wege verschickt werden.
Gastgeber der Arbeitstagung des Fußballkreises war am Donnerstag Türk Gücü Espelkamp als letztjähriger Meister der Kreisliga B in der Gaststätte Am Museumshof in Rahden. "Der nächste Gastgeber dürfte auch schon feststehen", meine Fritz Struckmeyer schmunzelnd und schaute zu den Vereinsvertretern des souveränen Kreisliga A-Tabellenführers Union Varl. "Es ist noch längst nicht soweit", wehrte Uli Eikenhorst jedoch entschieden ab.








