Lübbecke. Der FC Preußen Espelkamp hat sich in der Fußball-Landesliga wieder vor den TuS Tengern geschoben. Während die Espelkamper ihr Schlüsselspiel gegen Union Minden verdient gewannen, patzte der TuS Tengern gegen den SC Herford, kassierte die dritte Niederlage in Folge und muss den Blick wieder verstärkt auf die unteren Regionen richten.
Um es noch einmal ins Gedächtnis zu rufen: mit dem Erreichen des elften Tabellenplatzes ist der Klassenerhalt in diesem Jahr gesichert, der Zwölfte muss wahrscheinlich in eine Abstiegs-Relegation.
Die Espelkamper Preußen liegen zurzeit auf Position acht, mit acht Zählern Vorsprung auf den Rangzwölften SC Bad Salzuflen. "Gegen Minden haben wir ein gutes Spiel abgeliefert, allerdings zu viele Chancen liegen lassen", meinte Espelkamps Trainer Jörg Rodewald nach dem wichtigen Dreier. "Espelkamp war die bessere Mannschaft, wir haben ja kaum etwas in der Offensive hinbekommen", ergänzte Union-Trainer Klaus Symanczyk. Bei den Espelkampern verdiente sich Kapitän Torben Kreienbrock ein Sonderlob, weil er Mindens torgefährlichen Angreifer Tobias Versick komplett aus dem Spiel nahm. "Schön wäre es jetzt beim SC Herford auch etwas Zählbares zu holen", blickte Jörg Rodewald der bevorstehenden Auswärtsaufgabe am kommenden Sonntag entgegen.
Und diese Aufgabe wird schwer genug, denn die Herforder zeigten bei ihrem 3:2-Erfolg beim TuS Tengern eine starke Vorstellung. Unter dem neuen Trainer Jörg Böhme, der den Ex-Espelkamper Uwe Korejtek abgelöst hatte, wirkte der SCH ungemein griffig in den Zweikämpfen. Wie die Herforder nach dem frühen 0:2-Rückstand in die Partie zurückkämpften, war schon beeindruckend. Tengerns Trainer Rene Müller wirkte nach der dritten Niederlage in Folge ziemlich gefrustet, wenngleich er seiner Mannschaft "keinen Vorwurf" machte. "Das Ergebnis ist zwar enttäuschend, doch nach dem 0:3 von Minden hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt.
Wir sind wieder auf dem richtigen Weg", so Müller, den das späte 2:3 "so richtig ärgerte". "Eine Unachtsamkeit hat letztlich die Partie entschieden. Wir haben nach der Pause zu viel Druck bekommen und es nicht mehr geschafft, das Herforder Tor wirklich zu gefährden", lautete seine Analyse. Vor allem das verletzungsbedingte Ausscheiden Andrej Gorrs und Alexander Knickers war nicht zu kompensieren. Und mit Heiner Zwingmann fehlte nach wie vor ein Spieler, der auf Grund seiner individuellen Klasse eine Partie im Alleingang entscheiden könnte. Seitdem Zwingmann fehlt, hat der TuS Tengern keinen Punkt mehr geholt.
Dieses Unterfangen dürfte auch am kommenden Sonntag kaum in die Tat umzusetzen sein, denn dann gastiert der TuS Tengern bei der Übermannschaft der Liga, dem souveränen Tabellenführer SV Rödinghausen .