Stemwede-Drohne (nw). Bereits das sechste Jahr hintereinander qualifizierte sich die erste Mannschaft des RuFV Wehdem-Oppendorf für die Westfälischen Meisterschaften im Voltigieren. Das Team ist eines der wenigen S-Teams des Landesverbandes Westfalen und hatte sich auf den vorgeschalteten Qualifikationsturnieren einen Startplatz auf den Meisterschaften gesichert. Auch das Doppelpaar Charlotte Bosse und Tabea Hoffmann schaffte dies bereits in ihrer ersten Saison und zeigte sich in Rhede/Kreis Borken bei der Austragung der Doppelpokals.
Zunächst stand für das Gruppenpferd Rasputhin die Verfassungsprüfung an, die der 11-jährige Hannoveranerwallach anstandslos meisterte. Doch den tierärztlichen Check bestanden nicht alle Pferde, das favorisierte Team des RV Hollen wurde nicht mit ihrem Pferd Diabolus für den Start zugelassen.
Nach den Pflichten der Einzelvoltigierern begannen die der S-Teams, die von den Oppendorfer Voltigiererinnen eröffnet wurden. Ihr Pferd Rasputhin präsentierte sich an der Longe von Antje Döhnert in Bestform und die Mädchen hatten die Möglichkeit ihre Pflichtstärke voll auszuspielen. Trotz einiger kleiner Wackler platzierte sich das jüngste teilnehmende Team mit nur 0,061 Punkten hinter dem drittplatzierten auf Rang vier. Den Sieg des ersten Teils der ersten Prüfung sicherte sich RFV von Nagel Herbern vor TPZ Peiler Hamm.
Es folgten die Küren der Einzelvoltigierer, und die Teams schlossen sich mit ihren Küren an. Auch in diesem Wertungsdurchgang präsentierten sich die Oppendorfer Voltigiererinnen gut und zeigten eine harmonische und saubere Kür. Allerdings bewiesen auch die anderen Mannschaften, warum sie in der höchsten aller Leistungsklassen voltigieren, und somit verlor das Team noch einen Platz und beschloss den ersten Wettkampftag mit dem fünften Platz.
Den Finaltag begann das Oppendorfer Team mit der zweiten Verfassungsprüfung des für das Doppelpaar an den Start gehenden Vereinspferds Charmeur. An der Hand von Longenführerin Saskia Steinkuhle meisterte auch er problemlos diesen tierärztlichen Check. Nach der Mittagspause lief das Quartett zur finalen Saisonprüfung ein und turnte völlig befreit eine hervorragende Kür. Trotz starker Konkurrenz platzierten sich die beiden Oppendorferinnen auf Platz drei und erreichten somit eine Nominierung zum bundesweiten Doppelcup.
Das Team steigerte anschließend in seiner letzten Wertungsprüfung die Leistung des Vortages noch einmal, doch dieses gelang auch den anderen Teams. Wehdem-Oppendorf erreichte in einem hochkarätigen Finale Platz fünf in der zweiten Wertungsprüfung und somit auch in der Meisterschaftswertung. Den Meistertitel sicherte sich TPZ Peiler Hamm vor RFZV St. Hubertus Herne-Bochum-Gerte und RFV von Nagel Herbern. Einen besseren und zufriedenstellenderen Saisonhöhepunkt ihres S-Teams hätte sich Trainerin und Longenführerin Antje Döhnert nicht wünschen können.