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11.01.2011
Volleyball-Tor gegen Melbergen
Handball-Kreispokal wieder ein voller Erfolg / FAW überrascht
VON IVO KRAFT UND GREGOR WINKLER

Fachgespräch | FOTO: ANDREAS ZOBE

Bielefeld/Löhne. In den vergangenen Jahren hatte der Winter den Kreispokal (von der Neuen Westfälischen unterstützt) fest im Griff. Der Wettbewerb, der 2009 erstmals in Turnierform gestartet wurde, versank zwei Mal beinahe im Schnee. Diesmal schmolz die weiße Pracht pünktlich zum Turnierstart, was die Verantwortlichen noch vor dem ersten Anpfiff vor Probleme stellte.

Dachschaden in Brake: Die Braker Sporthalle bekommt ein neues Dach. Da dieses aber erst halb fertig ist, kam das Tauwetter sehr ungelegen. Schmelzwasser überwand alle provisorischen Abdichtungen und spülte die liebevollen Vorbereitungen des TuS Brake einfach weg. Die Stadt sperrte die Sportstätte, und der TuS musste packen. "Zum Glück haben wir Leute mit großen Autos und Anhängern. So konnten wir vieles schnell transportieren", sagte Brakes 2. Vorsitzender Volker Kehl. Bier und Brötchen trafen unversehrt und trocken in Schildesche ein. Glühweinstand und Würstchengrill blieben jedoch in Brake. Mehr Aufwand bei finanziellen Einbußen - die Braker managten alles. Solche Ausrichter sind Gold wert!


Dauerbrenner EGB: Die Handballer der HSG EGB Bielefeld rockten am Wochenende richtig. EGB stellte mit fünf Mannschaften (drei Männer- und zwei Frauen-Teams) nicht nur die meisten Teilnehmer, sondern schulterte auch noch die Ausrichtung von zwei Turnieren. Mit dem Final-Tag kam der TuS 97 ebenfalls auf zwei Turnier-Tage in der eigenen Halle. Die zweitmeisten Teams entsendete die TG Herford, die mit jeweils zwei Männer- und Frauen-Teams antrat. Die EGB-Verantwortlichen waren aber offensichtlich trotzdem nicht voll ausgelastet. Als am Freitag die 3. Mannschaft personell aus dem letzten Loch pfiff, brauchte der A-Kreisligist Verstärkung. Neben einigen A-Jugendlichen, die vorher trainiert hatten, sowie Jugend-Trainer Alex Wötzel setzte sich auch noch EGB-Vorstandsmitglied Jürn Düsterloh kurzfristig auf die Bank.

Tor des Turniers: Ist Uwe Hundhausen etwa in einen Jungbrunnen gefallen? Nein, die TG Schildesche II entpuppte sich als Drittvertretung des Klubs. Mittendrin Markus Arning, der vor einigen Jahren an Leukämie litt und eine große Typisierungsaktion in Bielefeld ausgelöst hatte. Jetzt erzielte er fünf Treffer für sein ansonsten chancenloses Team, davon eines in bester Volleyballer-Manier. Einen zu lang geratenen Gegenstoßpass pritschte er über den heraus geeilten Keeper aus Melbergen.

Außenseiter des Turniers: Apropos Melbergen. Der C-Kreisligist trotzte Bezirksligist Schröttinghausen ein 4:4 ab. Melbergens Liga-Rivale Quelle/Ummeln II rutschte durch einen Sieg gegen die eigene 1. Mannschaft sogar in die Überkreuzrunde. Dort verkauften sich die Queller gegen Landesligist Brake teuer. Besonders Quelles Michael Kuhn, der beim 7:13 gleich vier Treffer erzielte, dürfte die Partie in positiver Erinnerung bleiben.

Nosseks gestiegene Baukosten: Heiko Nossek, Trainer des TuS 97 II, baut ein Haus. Weil, im Gegensatz zur Braker Sporthalle, sein Dach dicht ist, kann der Coach jetzt innen tüchtig heimwerkern. So verpasste er alle Vorrundenspiele seines Teams, das von Joachim Streu gecoacht wurde. Weil Nossek sich aber nur für die erste Partie abgemeldet hatte, sollte der teaminterne Strafenkatalog zur Anwendung kommen. 50 Euro für unentschuldigtes Fehlen - pro Spiel. Nossek fand jedoch Nachsicht und entging so einer Kreditaufstockung.

Parksünder: Ein bestens bekannter ehemaliger Funktionär des SC Bielefeld schoss außerhalb des sportlichen Geschehens in Jöllenbeck den Vogel ab. Im Rückwärtsgang setzte er sein Auto so weit in einen Treppenaufgang, dass er den Wagen nicht mehr heraus bekam und auch keine Tür mehr öffnen konnte. Geduldig und als echte Zuschauer-Attraktion musste er auf den Abschleppwagen warten. Ob es noch ein Knöllchen für "Parken vor einem Notausgang" gab, ist nicht überliefert.

Rotsünder: Zwei Rote Karten mussten die Schiedsrichter verteilen. "Mit Zusatzbericht wären die Spieler auch für die Meisterschaft gesperrt worden", erklärte Thomas Boerschepper. Doch Ralf Eichelbrenner (Schildesche) und Marc Ansorge (EGB) blieben ohne schriftlichen Verweis und dürfen am Wochenende wieder für ihre Teams ran.

Papa des Turniers: Jens Limbach, Rechtsaußen der TSG Altenhagen-Heepen, hatte es am Sonntagnachmittag plötzlich eilig. Er verließ die Kameraden und flitzte zur Gattin Jenny ins Krankenhaus, die dann um 21.11 Uhr Töchterchen Leni (3.470 Gramm, 52 Zentimeter) zur Welt brachte. Herzlichen Glückwunsch.


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