Löhne-Mennighüffen (jk). Handball-Verbandsligist VfL Mennighüffen ist derzeit damit beschäftigt, die Mannschaft für die neue Saison zu formen. Und da passt die jetzige Zusage von Marco Büschenfeld ausgezeichnet ins Konzept.
Mit Spielern aus der Region Löhne möchte der VfL wuchern. Auf Marco Büschenfeld trifft das Kriterium exakt zu. Der 25-jährige Mittelmann ist ein Ur-Mennighüffener, der die vergangenen zwei Jahre versucht hat, in Spenge Fuß zu fassen. Dem Abstieg aus der Regionalliga folgte eine schwere Knieverletzung, die dafür sorgte, dass der Rechtshänder in dieser Oberliga-Saison in Spenge noch nicht gespielt hat. Der Wechsel zurück zu seinem alten Verein ist nur folgerichtig. Mit Marco Büschenfeld würde der VfL auf einen Schlag über den vielleicht besten Mittelmann der Verbandsliga verfügen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Knorpelschaden in dessen linkem Knie Geschichte ist. Büschenfeld hat die Behandlung in dieser Woche abgeschlossen und hätte bis Juli - dem Beginn der Vorbereitung - Zeit, um die Verletzung zu verarbeiten.
Mit der Verpflichtung von Marco Büschenfeld dürfte allerdings das Engagement von Christian Brockschmidt beendet sein. Der Münsteraner spielt seit dieser Saison beim VfL und hatte nicht viele Einsätze. Henrik Bolte bekam auf der Mitte das größere Vertrauen von Trainer Frank Käber, und rechtfertigte es auch. "Wir haben mit Christian gesprochen und ihm gesagt, dass er durch die Verpflichtung Marco Büschenfelds wahrscheinlich noch weniger Einsätze haben würde. Das wollte er nicht", sagt André Zwiener, als Team-Manager beim VfL zuständig für die Zusammenstellung der Mannschaft.
Der 43-Jährige hofft, durch die Zusage Büschenfelds auch die Entscheidung von Arne Kröger positiv für den VfL beeinflussen zu können. Der 20-Jährige spielt als bester VfL-Torschütze eine herausragende Saison und rangiert in der Torjägerliste mit 115 Treffern derzeit auf Platz vier. Das ist auch anderen Vereinen nicht entgangen, und so bestätigt Kröger auch Angebote aus der Oberliga. "Mit Marco Büschenfeld hätte Mennighüffen sicherlich die Möglichkeit, in der kommenden Saison oben mitzuspielen. Auf der anderen Seite überlege ich mir, ob es für mich persönlich vielleicht doch der richtige Zeitpunkt wäre, in eine höhere Spielklasse zu wechseln", sagt Kröger. Die Entscheidung werde er selber voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen treffen.
Sollte sich Kröger für den VfL entscheiden, dann wären die Personalplanungen beim VfL Mennighüffen fast schon abgeschlossen. Derzeit führen Zwiener und Trainer Frank Käber die Gespräche mit dem Kader, und es sieht nach Auskunft de Team-Managers gut aus. "In diesem Jahr bekomme ich ganz sicher nicht so viele graue Haare wie im vergangenen Jahr", sagt "Sepp".