Löhne-Mennighüffen. Handball-Verbandsligist VfL Mennighüffen zieht gegen die gut ausgebildeten Sportfreunde Loxten eindeutig den Kürzeren und ist mit der 23:29 (13:14)-Niederlage noch gut bedient. Bedient sind auch die Zuschauer, die mitansehen und -hören müssen, wie sich die VfL-Spieler gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben.
Jonas Bextermöller schnauzt Arne Kröger an, weil der seiner Meinung nach zu früh auf’s Tor wirft. Ein paar Minuten später ballert "Bexter" dann ebenfalls ohne Vorbereitung auf die Bude, trifft natürlich nicht und steht da wie ein Depp. Daraufhin brüllt Torwart Christian Neumann Bextermöller an, obwohl auch "Chrissi" leistungsmäßig keinen Grund hat, sich über seinen Kollegen zu stellen. Und als Krönung geraten nach Spielschluss auch noch Kay Daumann und Team-Manager André Zwiener aneinander, weil Daumann offenbar keinen Bock auf die obligatorische Team-Besprechung nach dem Match hat, wofür er von Torwart Georgios Triantafillou gemaßregelt wird. Peinlich!
Dabei hat alles so gut angefangen. Die erste Halbzeit spielt der VfL flüssig mit, merkt, dass die stramme und vielbeinige 6:0-Abwehr der Loxtener mit dem starken Torwart Bastian Latussek ein gut funktionierendes Team bildet, und versucht, spielerisch die Außen und Kreisläufer in Szene zu setzen.
Ein Tag für die Rückraumspieler wird die Begegnung gegen Loxten nämlich nicht. Das wird vor allem in der zweiten Halbzeit klar, als die Gäste ihren Defensivverbund nur eine Kleinigkeit defensiver postieren und den VfL-Rückraum dazu verleiten zu werfen. Doch die Würfe von Arne Kröger und Julian Peitzmeier, Jonas Köster und auch Henrik Bolte landen oft im Block oder bei Torwart Latussek. Je länger die Partie dauert, desto mehr wird dem Publikum klar, dass der VfL diesen Loxtenern an diesem Tag nicht das Wasser wird reichen können. Die Gäste ziehen nach der Pause von 15:15 (38.) auf 17:25 (52.) davon. Die Spielereien im VfL-Rückraum sind zu langsam, zu durchsichtig und zu ungefährlich. Irgendwann wirft dann einer auf’s Tor, und die Gäste zelebrieren schönen Tempo-Handball, den sie mit einem Kempa-Trick beim 28:21 (59.) krönen wollen. Doch das geht daneben.
VfL Mennighüffen: C. Neumann, Triantafillou (ab 40.); Bolte (6), U. Neumann, Kröger (2), Scholz (3/2), Brockschmidt (n.e.), Bextermöller (4), Peitzmeier, Gimpel-Henning, Köster (4), Daumann (3), Theise (1).