Bad Oeynhausen. Handball-Landesligist HCE Bad Oeynhausen präsentierte sich bei der 24:30 (13:14)-Niederlage gegen den TuS Lahde/Quetzen völlig von der Rolle. In einem Direkt-Duell im Kampf um den Klassenerhalt leisteten sich die Badestädter eine möglicherweise folgenschwere Heimniederlage.
"Auswärtssieg, Auswärtssieg", brüllten überglückliche Akteure aus dem Minden-Lübbecker Nordkreis. Trainer Werner Eyßer sprach zu recht von einem hochverdienten Sieg. Und diesen schafften seine Schützlinge noch ohne ihre verletzt zuschauende "Torfabrik" Heiko Breuer. Letzterer war natürlich voll des Lobes über die Vorstellung seiner Mannschaft.
Dagegen war auf Seiten des HCE gestern Abend Staatstrauer angesagt. Was die Bad Oeynhausener in diesem für sie so wichtigen Heimspiel anboten, was schlichtweg eine grausame Leistung. Nicht mal Ansatzweise kam das Gefühl auf, dass die Heimannschaft wichtige Punkte für den Klassenerhalt anstrebt. Kein Wunder, dass das Trainergespann Jörg Mangold/Stefan Windhagen völlig angefressen ihre Spielanalyse abgaben. Jörg Mangold sprach von Arbeitsverweigerung und einer emotionslosen Vorstellung der Mannschaft. Sein Partner Stefan Windhagen registrierte eine Katastrophe und bei Fortsetzung dieser Leistung einen drohenden Abstieg.
Schon vom Anpfiff an wirkte der HCE irgendwie blockiert in seinen Aktionen, lag sehr schnell 0:3 zurück und Tim Lysk erzielte zum 1:3 (8.) das erste Feldtor. In der Folgezeit gab Lahde/Quetzen bis zum 10:5 weiterhin deutlich den Ton an. Langsam kamen die Gastgeber ins Spiel und waren zum 13:14 Halbzeitstand wieder dran.
Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit folgte ein kurzes HCE-Hoch und mit 16:15 (36.) sogar die einzige Spielführung. Nur wussten die Hausherren mit dieser Führung nichts anzufangen, sondern verspielten sie postwendend. Zögerliche HCE-Ansätze für eine Wende beantworteten die Gäste mit druckvollem Angriffsspiel gegen eine ebenso desolate Abwehr. Im Schlussdrittel drohte den Hausherren sogar noch ein Debakel. Völlig frustriert verließ Geburtstagskind Wilfried Blöbaum die Halle, hatte er noch zur Pause eine Wende seiner Mannschaft erhofft.
´HCE Bad Oeynhausen: Brinkmann, ab 15 Witt; Lysk (4), Borcherding (4), Baltic (5/3), Krone (5), Volkmann (3), Schomburg (1), Nolteernsting (1), Niemann (1), Hoffmeister.