Paderborn. Andre Schubert, Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn, ist bekannt dafür, mit Personalien vor einem Meisterschaftsspiel eher zurückhaltend umzugehen. Am Freitag (18 Uhr) steht das Punktspiel gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Ahlen an. Ohne Torjäger Mahir Saglik (rotgesperrt), und ohne Mittelfeldregisseur Enis Alushi (gelbgesperrt). Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit kündigt der Trainer aber schon frühzeitig an, dass Alushis Part am Freitag wohl Rudi Zedi übernehmen wird.
"Der Rudi hat seine Sache in Koblenz ordentlich gemacht", teilt der Trainer keinesfalls die Meinung vieler, der Doppelwechsel nach einer Stunde (Zedi für Alushi und Brückner für Brandy) habe zu einem Bruch im Spiel seiner Elf geführt. Die Niederlage sei letztendlich auch darauf zurückzuführen gewesen, dass das Team "offensiv nicht weiter nachgelegt hat und weniger mutig nach vorne gespielt hat." Andererseits habe sie sich bei Standards schlecht bewegt, "sonst aber aus dem Spiel heraus nichts zugelassen."
Den Doppelwechsel begründet er in der Rückbetrachtung auch mit der Gefahr eines Platzverweises gegen Alushi, auch Brandy habe läuferisch keine Akzente mehr gesetzt. Überhaupt ist Brandy der Spieler, der Schubert im Moment das größte Kopfzerbrechen bereitet. "Er ist unsere stärkste Waffe", betont der Trainer, der sich nur noch nicht schlüssig darüber ist, "wie wir die am besten zur Geltung kommen lassen."
Parallel zu den Vorbereitungen auf das Ahlen-Spiel bastelt der Trainer am Team der neuen Saison. 20 bis 25 Spieler gehören zu dem Kreis, "über den wir uns ernsthafte Gedanken machen", berichtet er. Gestandene Bundesligaspieler seien aber nicht zu erwarten, "weil der Verein in erster Linie Schulden abbauen muss." Auf alle Fälle werde er alles daran setzen, sowohl Sebastian Schachten als auch Mahir Saglik in Paderborn zu halten. Auch mit Frank Löning hat der SCP mittlerweile Vertragsverhandlungen aufgenommen.
Übrigens: Im Vorjahr sah Enis Alushi seine fünfte Gelbe Karte am 31. März in der Begegnung gegen den VfB Stuttgart II. Das Spiel, in dem auch Sven Krause ein Tor erzielte. Wie in Koblenz also.