Paderborn. Andre Schubert, beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn Sportlicher Leiter und Cheftrainer in Personalunion, hat in den letzten Wochen mehrfach betont, dass in Sachen neues Personal für die nächste Saison "so ganz viel bei uns nicht passieren wird." Dafür aber tauchen die Ostwestfalen in der Rubrik "Neuzugänge" in diesen Tagen doch relativ häufig auf. Am Mittwoch präsentierte der SCP mit Markus Palionis und Nico Klotz gleich ein Duo. Und vieles deutet darauf hin, dass daraus sogar ein Trio wird.
Wie aus Aue bereits zu hören ist, soll Schubert bei seinem Trip ins Erzgebirge am 30. April bei der Drittliga-Partie FC Aue gegen Braunschweig (2:1) gleich einen Doppelpack klargemacht haben. Denn neben Klotz soll sich auch Offensiv-Akteur Alban Ramaj mit dem SC Paderborn einig sein. Zufällig haben Klotz und Ramaj auch den gleichen Spielerberater, der auch Toni Wachsmuth betreut.
Vor "etwa zwei, drei Wochen" habe Trainer Schubert Kontakt zu ihnen aufgenommen, berichteten am Tag nach ihrer Unterschrift Palionis wie auch Klotz unisono. Schon nach dem ersten Kontakt "war bei mir innen drin eigentlich schon klar, dass ich nach Paderborn wechseln werde. Ich bin auch froh, dass es geklappt hat", so der Ex-Dresdener Palionis. Regelmäßig hat der in Kaunas ( Litauen) geborene 23-Jährige die Saison des starken Aufsteigers Paderborn verfolgt. Dabei habe der SCP viel Qualität gezeigt. Palionis zieht bei seiner Einschätzung einen Vergleich mit seiner Zeit beim Zweitligisten Burghausen: "Da haben wir gegen die Spitzenteams nie Land gesehen." Im Fall Paderborn sei dies im Aufstiegsjahr schon erheblich anders gelaufen.
"Man plant wohl länger mit mir"
Als Achtjähriger kam der Defensiv-Allrounder nach Deutschland und wuchs in der Nähe von Berchtesgaden auf. Über die U19 des FC Bayern München wechselte er zum Zweitligisten Wacker Burghausen und von dort nach Dresden.Auch Nico Klotz hat aus dem Erzgebirge heraus "eine sehr gute Saison" des SCP verfolgt. Der 23-Jährige hat gleich für drei Jahre unterschrieben. "Man plant wohl länger mit mir", plaudert der gebürtige Heilbronner in doch hörbar schwäbischer Mundart locker drauf los und betont in diesem Zusammenhang seinen Stolz, dass "mir der Trainer so viel Vertrauen schenkt". Mit dem Reifezeugnis in der Tasche setzt der selbsternannte Hobbygriller nun erst einmal auf die Karte Fußball.
Es tut sich also doch eine ganze Menge, denn auch Mahir Saglik ist wieder mal im Gespräch. Nicht in Kaiserslautern oder in Düsseldorf. Die Wolfsburger Leihgabe, so wird spekuliert, soll beim Dotchev-Klub Sofia als Neuzugang gehandelt werden.








