Paderborn. Zwei Überraschungsteams hatten es in das Finale um den B-Junioren-Westfalenpokal geschafft. Nachdem sämtliche Bundesligisten die Segel gestrichen hatten, hieß der hochverdiente Triumphator am Ende SC Paderborn 07. Im Endspiel gegen den Ligakonkurrenten Westfalia Herne zeigten die Paderborner am Donnerstag nochmals ihr ganzes Können und gewannen souverän mit 4:1 (1:0).
Karl-Heinz Wirsen vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen lobte im Laufe der Siegerehrung ganz bewusst beide Mannschaften, auch wenn die Herner über die gesamten 80 Endspielminuten nahezu ständig das Nachsehen hatten. "So stark ist unsere Westfalenliga, dass drei Westfalenligisten im Halbfinale und schließlich zwei im Endspiel stehen", hob Wirsen die Qualität der vermeintlichen Außenseiter hervor.
Nach kurzen Anpassungsschwierigkeiten spulten die Paderborner ihr Pensum wie ein Uhrwerk ab. Nahezu fehlerfrei erspielten sich die Schützlinge von Trainer Jörg Müller früh ein deutliches Übergewicht. Mit einem satten Linksschuss brachte Jannik Bandowski seine Mannschaft in Führung, die bis zur Pause auch nicht in Gefahr geriet. Lediglich in einer Szene hatten die Paderborner Glück. Eine Revanche-Aktion des Innenverteidigers Ahmet Aydincan wertete der insgesamt gute Lippstädter Schiedsrichter Maxime Kiala nicht als Tätlichkeit und beließ es bei einer Gelben Karte (39.).
Mit Beginn der zweiten 40 Minuten drängte der SCP auf die Entscheidung. Nach Bandowski-Vorarbeit drückte Kevin Holz das Leder zum 2:0 über die Linie. Der eingewechselte Florian Westermann und der überragende Bandowski schraubten das Resultat anschließend in die Höhe. Danach belohnte Jörg Müller auch noch seinen zweiten Torhüter Yannick Wilke, den Helden des Halbfinalerfolgs über Arminia Bielefeld, mit einem Kurzeinsatz. Am Ehrentreffer der Herner war Wilke kurz vor dem Ende aber absolut schuldlos.
"Wir wussten, wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, werden wir dieses Spiel gewinnen", geriet Coach Müller nach dem Titelgewinn ins Schwärmen. "Diese Elf muss man überhaupt nicht motivieren. Die Jungs gehen immer an ihre Grenzen. Das macht mich als Trainer natürlich unheimlich stolz", dankte der Trainer seinen Schützlingen für eine fantastische Saison.
SCP U17: Schlöffel (69. Wilke) - Lindemann, Welker, Aydincan (46. H. Müller), Germeroth (64. Aust) - D. Müller, Sener, Kling, Bandowski - Holz, Spengler (57. Westermann).
Tore: 1:0 (21.) und 4:0 (68.) Jannik Bandowski, 2:0 (54.) Kevin Holz, 3:0 (63.) Florian Westermann, 4:1 (74.) Samet Ural.