Teistungen. "Nico gut - gut Nico." Bereits nach vier Arbeitstagen im Dress des SC Paderborn hat sich der Ex-Auer Nico Klotz die Wertschätzung seines neuen Cheftrainers erarbeitet. Der 23-jährige Stürmer hat durchaus das Zeug zum Senkrechtstarter. Mit lobenden Worten für die Aktionen seiner Neuverpflichtung spart SCP-Coach Andre Schubert in Teistungen jedenfalls nicht.
Auch bei seinem Ex-Verein stand Klotz übrigens hoch im Kurs. Bei 26 Einsätzen in der abgelaufenen Drittliga-Saison hatte er mit seinen vier selbst erzielten Treffern und zahlreichen Assists einen wesentlichen Anteil am Aufstieg des FC Erzgebirge in die 2. Fußball-Bundesliga. Erst zu Beginn der Vorserie vom VfB Stuttgart, "wo ich mich leider bei den Amateuren nicht durchsetzen konnte", zu den Sachsen gewechselt, hatte der Offensivstratege dort einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieben.
Der war allerdings für die 2. Liga nicht gültig, weil die Erzgebirgler wohl selbst nicht an den Aufstieg glaubten und diesen Passus in Klotz’ Kontrakt schlichtweg vergaßen. Also durfte der Schwabe ablösefrei von dannen ziehen. Mit dem SCP fand er quasi einen Wunsch-Arbeitgeber, "weil das ein attraktiver Verein ist." Hier herrsche ein "technisch ganz anderes Niveau", es werde "sehr schnell gespielt" und das komme seinem Naturell als Fußballer nun mal sehr entgegen.
Król soll vorspielen
In der kommenden Woche wird der Kader des Zweitligisten SC Paderborn möglicherweise um einen polnischen Testspieler bereichert. Dabei handelt es sich um den 21-jährigen offensiven Mittelfeldspieler Rafal Król, der in der vergangenen Saison mit Motor Lublin aus der ersten polnischen Liga, die hinter der Extraklasse das Unterhaus bildet, abgestiegen und der derzeit auf Vereinssuche ist.
Schuppan gut drauf
Sebastian Schuppan, vom SC Paderborn zu Dynamo Dresden gewechselt, fühlt sich bei seinem neuen Klub pudelwohl. Im Testspiel (5:1) gegen Baunatal traf er zum 3:0, beim 2:0-Erfolg über Wisla Krakau verwandelte Schuppan einen Foulelfmeter für Dynamo.
Seine Wunschposition ist die rechte offensive Außenbahn. Rolf-Christel Guié-Mien, der auf dieser Position zuletzt gesetzt war, hat also einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen. Jetzt arbeitet Klotz für seine Berufung in die Startelf des ersten Spieltages der Serie 2010/11, wenn die Ostwestfalen ausgerechnet seinen Ex-Klub erwarten. Bis dahin möchte er seinen Stammplatz im Schubert-Ensemble möglichst erobert haben, "weil ich mich natürlich auf das Duell gegen meine alten Kollegen", zu denen er noch gute Kontakte pflege, "riesig freue".
In seiner neuen sportlichen Umgebung fühlt sich Klotz auf Anhieb pudelwohl. Die Kameradschaft im Kader sei gut, "und die Stadt Paderborn ist auch ganz schön". Trotz der von ihm erkannten "außerordentlichen Fähigkeiten des Teams" hält sich der gebürtige Heilbronner beim Formulieren des neuen Saisonziels vornehm zurück. Den Klassenerhalt möglichst schnell zu sichern, ist für Klotz "oberstes Gebot, weil die Liga nach den Abstiegen von Hertha und Bochum noch brutaler wird".
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