Paderborn. Wer zu einem neuen Verein wechselt und es in der Debütsaison dort gerade einmal auf fünf Pflichtspiele bringt, bei denen er zwei Mal ein- und zwei Mal ausgewechselt wird, der ist damit nicht zufrieden. Erleiden musste dies im Vorjahr Philipp Heithölter, der im Sommer 2009 aus Ahlen kommend an die Pader gewechselt war. Bei den Rot-Weißen hatte er eine gute Serie gespielt und wollte dies auch in Paderborn so fortsetzen.
Einer nicht so berauschenden Hinrunde folgt dann eine langwierige Verletzung. Beide Achillessehnen bereiteten arge Probleme und so blieb dem 27-Jährigen über weite Strecken der Punkterunde nur die Zuschauerrolle auf der Tribüne. Wie kaum ein anderer Akteur der Domstädter schrieb er Autogramm ohne Ende. Nicht, weil die nach tollen Leistungen bei den Fans so gefragt waren, sondern weil er als verletzter Spieler für seinen Klub viele Termine wahrnehmen konnte. Autogramme will Heithölter auch in der kommenden Saison liebend gerne viele schreiben. "Das ist ja immer der Wunsch, denn dafür arbeitet man ja auch hart", sagt er nach einer bisherigen Vorbereitung, "in der ich auch ein, zwei Mal über meine Grenzen hinausgehen musste." Durch die lange Verletzungspause musste der Linksfuß ohne Zweifel mehr als alle anderen SCP-Profis im Kader auf die Zähne beißen. "Nicht schlimm, denn das war ja mein Ziel. Ich wollte zur Vorbereitung wieder fit sein. Ich bin froh, das geschafft zu haben und dann quält man sich gerne", verrät er.
Vorrangig sei jetzt, dass "ich über einen langen Zeitraum fit bleibe", hofft er. Zwar sei in den langen Wochen und Monaten der Verletzung schon mal der eine oder andere Selbstzweifel aufgekeimt, "aber ich war immer nah dran am Team und am Trainer." Der habe ihm immer gesagt, dass er ausreichend Zeit bekomme, um wieder richtig gesund zu werden. "Ich habe immer auf das Wort des Trainers gebaut - was sich ja auch bestätigt hat", so Heithölter.
In den bisherigen Testspielen traf der gebürtige Ostwestfale auch schon zwei Mal ins Schwarze. "Das gibt dir zusätzlich Sicherheit, dass man noch nicht alles verlernt hat", gesteht er ein. Druck baut sich bei Heit-hölter angesichts der jüngsten, persönlichen Erfolgsmeldungen keiner auf. "Ich will einfach gesund bleiben und mache mich jetzt nicht damit verrückt, möglichst im ersten Spiel dabei zu sein."