SC PADERBORN: Trainer Schubert erkennt nach 1:2-Niederlage gegen Bayer neue Lichtblicke im Angriff
Paderborn. Die Qual der Wahl wird ihre Fortsetzung finden. Auf der Torhüter-Position hat Cheftrainer Andre Schubert weiterhin ein echtes Luxusproblem. Auch die gestrige 1:2-Testspielniederlage (0:1) gegen Bayer Leverkusen dürften dem Coach des SC Paderborn angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Daniel Masuch und Lukas Kruse keine endgültigen Erkenntnisse zwecks einer Entscheidung über die künftige Nummer eins zwischen den Pfosten geliefert haben.
Während Masuch sein Bewerbungsschreiben im Duell mit dem Erst-Bundesligisten während der ersten 45 Minuten abliefern durfte, übernahm Kruse den Job in Hälfte zwei. Dies vorweg: Auch gegen Patrick Helmes und Co. erhielten die beiden SPC-Schlussleute zuletzt keine Chancen, sich großartig auszeichnen zu dürfen. Masuch war bei Leverkusens Führungstreffer, den Eren Derdiyok per Kopf freistehend aus kurzer Distanz markierte (6.) ebenso machtlos wie Teamkollege Kruse, der nach 65 Spielminuten bei einem trockenen und platzierten Flachschuss von Helmes zur Leverkusener 2:0-Führung chancenlos zuschauen musste.
So war Schubert abschließend erneut keinen Deut schlauer. Es handele sich weiterhin um "ein völlig offenes Rennen", sagte Paderborns Cheftrainer nach dem Schlusspfiff, "beide haben eine ordentliche Leistung abgeliefert". Persönlich wollte sich auch Masuch gestern Abend nicht zu dieser Problematik äußern. Mit seinen 33 Lenzen sei eine solche Situation für ihn nicht neu, übt sich auch der Stammkeeper der Vorsaison weiterhin in Geduld. Stattdessen äußerte er sich recht positiv über seine Vorderleute, die wirklich mal wieder eine "sehr gute Leistung" abgeliefert hätten und "richtig Gas gegeben haben".
Trotz des Schönheitsflecks, im zehnten und letzten Testspiel die einzige Niederlage kassiert zu haben, freute sich der Cheftrainer nach dem Spielende aber auch über wichtige Arbeitsanregungen nach erkannten Defiziten, an denen bis zum DFB-Pokalspiel beim FSV Frankfurt noch gefeilt werden müsse. Kritik übte der 39-Jährige an den beiden Gegentreffern, "die so nicht fallen dürfen".
Nach dem Verlust seines Goalgetters Mahir Saglik sah der Coach angesichts des von Markus Krösche verwandelten Foulelfmeters zum 1:2-Anschlusstreffer (73.) gegen Bayer zwar erneut kein Stürmertor, dennoch freute sich der Fußball-Lehrer über "drei, vier Chancen" und die Erkenntnis, dass sein Team auch gegen Leverkusen "gute Lösungen nach vorne" gefunden habe. Kapitän Markus Krösche, den Schubert inzwischen zum Strafstoßschützen Nummer eins ernannte, fühlte sich nach Spielende ebenfalls recht wohl in seiner Haut, weil "wir einen ordentlichen Abschluss der Saisonvorbereitung präsentiert haben". In Hälfte eins habe man zwar fast nur verteidigt, nach Wiederbeginn "hat das dann schon ganz vernünftig ausgesehen".