BREITENSPORT: Beim Wettbewerb Mission Olympic wird Deutschlands aktivste Stadt mit 75.000 Euro belohnt
Delbrück (NW). Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland suchen "Deutschlands aktivste Stadt" – und Delbrück macht mit beim Wettbewerb "Mission Olympic 2010/2011". Stadtsportverband und Stadt haben jetzt gemeinsam eine Bewerbung eingereicht. "Wir sehen erst einmal den olympischen Gedanken des Dabeiseins, sind uns aber durchaus unserer Stärken bewusst", will Bürgermeister Werner Peitz mit der Bewerbung noch keine Sieges-Hoffnungen verbinden. Ähnlich sieht das Stadtsportverbandsvorsitzender Bernhard Hoppe-Biermeyer: "Da wir noch gar nicht wissen, wer sich alles beworben hat, kann man über Chancen naturgemäß wenig sagen, aber beim Sonderpreis habe ich ein gutes Gefühl."
Der Sonderpreis steht unter dem Motto "Move it! – Für mehr Bewegung im Alltag" und zeichnet kreative Projekte für Kinder und Jugendliche aus, die dem alltäglichen Bewegungsmangel präventiv, kreativ und effektiv begegnen. Dotiert ist der Sonderpreis mit insgesamt 10.000 Euro für die ersten drei Plätze. Dafür hat sich Delbrück mit zwei erfolgreichen Projekten des Stadtsportverbandes beworben: Dem Dunschen Kinder- und Jugendmarathon und der Aktion "1000 Sportabzeichen für Delbrück" ("500 Mini-Sportabzeichen für Delbrück"). Neben innovativen Sportprojekten sind für den Gesamtwettbewerb vor allem Initiativen gesucht, die wenig aktive Bürgerinnen und Bürger in das Sportgeschehen einer Stadt einbinden und sie nachhaltig zu mehr Bewegung motivieren. Mit den Senioren-Radsportgruppen in fast allen Stadtteilen verfügt Delbrück hier über eine dritte starke Initiative, die mit in die Bewerbung aufgenommen wurde.
Aus allen Bewerbungen wählt die prominent besetzte, unabhängige Jury nach festgelegten Kriterien pro Bundesland die Kandidatenstädte für die zweite Phase des Wettbewerbs von Mission Olympic aus. Die nominierten Kandidatenstädte haben dann die Aufgabe, möglichst viele neue sportliche Initiativen aus ihrer Stadt für die Teilnahme an Mission Olympic zu motivieren. Für die letzte Phase bleiben fünf Städte übrig.
Im Sommer 2011 bringen diese Städte ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv in Bewegung: Sie werden jeweils Veranstalter eines Festivals des Sports beim Finalwettbewerb von Mission Olympic. Drei Tage lang laden dann Vereine und Sportgruppen der Region mit einem vielseitigen Angebot zum Mitmachen ein. Zur Umsetzung der Festivals des Sports als Finalevent von Mission Olympic erhält jede Finalstadt 35.000 Euro sowie Sachleistungen nach Absprache mit dem Partner DOSB.
Dazu zählen Mittel zur Außenwerbung (beispielsweise Banner, Handzettel) sowie weitere Sachleistungen (Aktionsbühne inklusive Technik, Infozelte). Ende 2011 bestimmt die Jury dann den Sieger. Die Siegerstadt erhält 75.000 Euro für die Förderung des Breitensports, die vier weiteren Finalstädte bekommen jeweils 10.000 Euro.