SC PADERBORN: Schubert freut sich über neue Alternativen / "Kein finanzieller Kraftakt"
Paderborn. Kurz vor Toresschluss der Transferliste ging der SC Paderborn dann doch noch in die personelle Offensive. Mit Edmond Kapllani (Sturm), Dragan Georgiev (offensives Mittelfeld) und Linksverteidiger Jukka Raitala hat Cheftrainer und Sportlicher Leiter Andre Schubert drei Verstärkungen auf Leihbasis an Land gezogen, die in der Zweitliga-Elf des Vereins künftig für frischen Wind und "neue Konkurrenzkämpfe" sorgen sollen.
Mit den beiden Perspektivspielern Berkan Afsarli (19) und Selcuk Alibaz (20) schließt sich der Novizenkreis (siehe auch ausführlicher Bericht auf der Bundessportseite 1). Als der Fußball-Zweitligist diese weitere Entwicklung auf dem Personalsektor gestern Abend um 18.30 Uhr im Zuge einer offiziellen Pressekonferenz bestätigte, sprachen alle Beteiligten von einem "langen und ereignisreichen Tag". Als Leiter der SCP-Sparte Finanzen und Controlling bezog auch Gerrit Meinke Stellung zu den finanziellen Auswirkungen dieser Transaktionen. Auf Initiative des Ehrenpräsidenten Bernhard Temming sei am Montagmittag kurzfristig eine Präsidiumssitzung einberufen worden, an dem auch der Aufsichtsrat sowie einige Sponsoren teilgenommen hätten, so Meinke. Nach rund zweieinhalbstündiger Tagungsdauer sei der finanzielle Investitions-Rahmen dank der Großzügigkeit einiger Förderer abgesteckt gewesen. Auch die Klärung der Frage, ob ein Zweitliga-Abstieg dem Verein möglicherweise mehr schade als ein finanzieller Kraftakt, habe dabei eine zentrale Rolle gespielt, so Meinke weiter. Der Controller betonte ausdrücklich, dass die avisierte Schulden-Tilgung von 700.000 Euro pro Jahr wegen des lobenswerten Sponsoren-Engagements "nicht gefährdet ist".
Der anschließende Verhandlungs-Marathon war dann ein kooperativer Akt zwischen Meinke und der Sportlichen Leitung in Personalunion mit dem Cheftrainer. Andre Schubert dankte auch den abgebenden Vereinen der insgesamt vier Leihgaben, "die uns in phantastischer Weise entgegengekommen sind". Trotz des frischen Spielerpotenzials warnt der Fußball-Lehrer indes vor allzu großer Euphorie, weil "wir jetzt auch keinen Gegner von heute auf morgen an die Wand spielen". Während die beiden Youngster Afsarli und Alibaz in diesen Tagen bereits zur U23 stoßen, werden Raitala (Finnland), Georgiev (Mazedonien) und Kapllani (Albanien) wegen ihrer aktuellen Länderspielverpflichtungen erst am Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche zum Training erwartet.