SC PADERBORN: Klassenerhalt für Schubert trotz der neuen Kräfte kein Selbstläufer
Paderborn. Trotz des kräftigen personellen Nachrüstens sagt Andre Schubert, dass der Klassenerhalt auch weiterhin "kein Selbstläufer wird, sondern ein knallhartes Unternehmen" bleibt. Mit den Leihgaben Jukka Raitala (21, TSG Hoffenheim), Dragan Georgiev (19, FSV Mainz 05) und Edmond Kapllani (27, FC Augsburg) kann der Cheftrainer des SC Paderborn künftig auf drei zusätzliche Alternativen für die Zweitliga-Stammelf zurückgreifen.
Mit den beiden ebenfalls hinzugewonnenen Perspektivspielern Berkan Afsarli (19) und Selcuk Alibaz (20), die zunächst nur in der U23 zum Einsatz kommen sollen, hält Schubert noch zwei weitere Optionen in der Hinterhand (die NW berichtete). Dennoch warnt der Fußball-Lehrer vor allzu großer Euphorie, denn das Gros dieser Kandidaten sei aufgrund des Alters zwar "sehr talentiert, aber auch noch sehr unerfahren".
Allerdings werde die Trainingsqualität künftig deutlich zunehmen, vom Konkurrenzkampf um die Stammplätze ganz zu schweigen. Nach den zuletzt 270 torlosen Pflichtspielminuten spielten auch die vier kassierten Gegentreffer beim Umschauen nach weiterem Personal ganz offenkundig eine zentrale Rolle.
Neben der Suche nach einer dringend benötigten Verstärkung für den Angriff habe auch ein zusätzlicher Linksverteidiger auf der Prioritätenliste ganz oben gestanden, bestätigt Schubert. Hoffenheims beidfüßiger Raitala ist zwar Defensiv-Allrounder, wird nach Schuberts Planungen künftig aber in direkte Konkurrenz zu Toni Wachsmuth und Philipp Heithölter auf der linken Abwehrseite treten. Während der treffsichere Kapllani aufgrund der eklatanten Sturmmisere fast schon gesetzt sein dürfte, sorgt Georgiev für frischen Wind im offensiven Mittelfeld. Der Mazedonier, ein Linksfuß, ist auf der linken Außenbahn sowie als Zehner verwendbar und könnte Daniel Brückner und Enis Alushi das Leben in Kürze durchaus ein bisschen schwerer machen.
Außerdem werden die Novizen ihren Dienst beim SCP in der nächsten Woche mit der Empfehlung antreten, im Zuge der EM-Qualifikation jeweils zwei Länderspiele mehr bestritten zu haben. Raitala spielt am Freitag mit dem finnischen Nationalteam in Moldawien und am Dienstag gegen die Niederlande, während Kapllani mit der albanischen Auswahl auf Rumänien und Luxemburg trifft.
Georgiev steht am Samstag (gegen Griechenland) und am Dienstag (in Portugal) ebenfalls vor zwei Europameisterschafts-Qualifikationsaufgaben mit der mazedonischen U21. Neuland auch für den SCP-Coach, der fortan "das neue Gefühl genießt, auch auf die Länderspiel-Termine achten zu müssen", weil es einen Trainer doch irgendwie froh mache, seine Schützlinge auf der internationalen Bühne zu wissen.
Allerdings wird sich der Integrationsprozess des Dreigestirns somit nicht unerheblich hinauszögern. Bereits am Freitag, 10. September, steht das Heimspiel gegen Union Berlin auf dem Programm, vor Mittwoch oder Donnerstag rechnet Schubert mit dem Eintreffen seiner drei Novizen aber nicht.