SC PADERBORN: Kapitän erkennt neue Voraussetzungen für mehr Zielstrebigkeit des Teams
Paderborn. "Ich glaube, das waren in der Tat ganz wichtige Transfers", sagt auch Markus Krösche als Kapitän des SC Paderborn, der den Zweitligakader am vergangenen Dienstag nochmals um insgesamt drei gestandenere Akteure und zwei hoffnungsvolle Perspektivspieler aufgestockt hatte.
Klar, dass auch Krösche der Augsburger Leihgabe Edmond Kapllani nach den zuletzt 270 torlosen Pflichtspielminuten mit reichlich Vorschuss-Lorbeeren begegnet, weil dessen Vollstrecker-Qualitäten in der Szene schließlich hinlänglich bekannt seien. Allerdings sei auch Hoffenheims Jukka Raitala eine "gute zusätzliche Alternative" für die Hintermannschaft.
Schließlich könne die linke Abwehrseite künftig mit einem echten Linksfuß besetzt werden. Zwei Spieler, die einen grundsätzlichen Qualitätsstandard mitbrächten, der die Mannschaft nach dem Fehlstart "weiterbringen wird", ist sich der Defensivstratege sicher. Inklusive des verlorenen DFB-Pokalspiels beim FSV Frankfurt seien in den drei bisher gespielten Partien "bestimmte Defizite" erkannt worden, denen durch die gezielte Auswahl der Nachrücker sicherlich wirkungsvoll zu Leibe gerückt werden könne, gibt sich der Kapitän optimistisch.
Auch wenn sich Krösche nach dem Verlust von Torjäger Mahir Saglik während der recht erfolgreich verlaufenden Vorbereitungsphase noch sicher war, dass der Kader dennoch ausreichend Optionen biete, "die Last künftig auf mehreren Schultern verteilen zu können", so hatte auch er die Notwendigkeit des jüngsten personellen Kraftaktes längst erkannt.
Das solle jetzt aber "kein Vertrauensentzug" für die bisherige Spielerdecke sein, sagt der 29-Jährige, "aber ich glaube, dass die Verantwortlichen die richtige Wahl getroffen haben, um der Mannschaft künftig in manch wichtiger Situation mehr Zielstrebigkeit zu verleihen." Schließlich handele es sich bei den Novizen durch die Bank auch um Nationalspieler, diesen Status erlange man nun mal "nicht ohne Grund."
Angesichts des hingelegten Fehlstarts ist auch Krösche kein Freund von Panikmache. "Es liegen noch 32 Spiele vor uns", sagt er, "auch in der letzten, am Ende erfolgreichen Saison hatten wir ähnlich negative Phasen, das haben viele wohl schon vergessen."