Kreis Paderborn (RT). Im Vorjahr ging es bis zum letzten Spieltag eng zu an der Tabellenspitze der Frauen-Kreisliga. Nahezu gleichauf lagen die gesamte Serie über die Paderborner Teams aus Altenbeken/Buke und Schloß Neuhaus (I und II) sowie der lippische Vertreter TSV Oerlinghausen II. Der machte schlussendlich den Aufstieg perfekt. Zudem zog Schloß Neuhaus sein Reserve-Team, wie angekündigt, vom Spielbetrieb zurück, weswegen mit Altenbeken/Buke und Neuhaus I nunmehr zwei Top-Teams übrig geblieben sind. Um eine gute Ausgangsposition kämpft zudem Handball Lemgo.
TSV Schloß Neuhaus: "Wir haben als Minimalziel einen Platz unter den ersten Zweien ausgegeben", verrät Trainer Günter Hoppe. Doch Hoppe weiß, dass dazu nicht nur eine gehörige Portion Glück notwendig ist, "sondern Einstellung und Trainingsbeteiligung regelmäßig passen müssen." Was die Teilnahme am Trainingsbetrieb betrifft, sind die Neuhäuserinnen jedoch, wie schon 2009, ein gehöriges Stück von ihrer Zielsetzung entfernt. "Leider ist da oft nur ein kleiner Teil des Kaders anwesend", kritisiert Hoppe, um weiter auszuführen: "Bis zu unserem ersten Saisonspiel in Altenbeken haben wir das aber hoffentlich im Griff."
HSG Altenbeken/Buke: Aufbruchsstimmung herrscht rund um die Sporthalle am Gardeweg. Den bekanntlich starken Herren-Teams wollen nach einigen vergeblichen Anläufen jetzt auch die Frauen auf die überkreisliche Ebene folgen. Für den erhofften Aufschwung konnte mit Udo Schröder ein Erfolgstrainer verpflichtet werden, der die HSG I im Herren-Bereich von der Kreis- bis in die Verbandsliga gecoacht hatte. "Wir machen uns zwar nicht den Druck und fordern den Aufstieg. Allerdings möchten wir mindestens unter die ersten Drei", hat Schröder keine Lust, sich längerfristig in der Kreisliga zu bewegen.
HSG Augustdorf/Hövelhof: Im Mai noch knapp dem Abstieg entronnen, soll in Augustdorf und Hövelhof an ehemals erfolgreiche Zeiten angeknüpft werden. Vor allen Dingen das in höheren Ligen erprobte Rückraum-Trio Friedhoff/Schaper/Irle schürt Hoffnungen auf eine gute Platzierung – vorausgesetzt, keine der genannten Spielerinnen verletzt sich. Und auch auf der Trainerbank hat sich eine Änderung ergeben: Der frühere HSG-Rechtsaußen Suad Dizdar ersetzt Stefan Baier, der sich künftig voll und ganz seiner Aufgabe als Coach der zweiten Herren-Mannschaft widmen will.