Teistungen. Auf dem Sportplatz im thüringischen Teistungen nah der Grenze zu Niedersachsen hatte sich der SC Paderborn im Sommer 2010 in einem einwöchigen Trainingslager das Rüstzeug für die lange Saison in der 2. Fußball-Bundesliga geholt. Nach einer jetzt ebenso arbeitsreichen Trainingswoche kehrte die Elf von Trainer Andre Schubert am Samstag an die Stätte des Schweißes zurück und stellte sich quasi für einen krönenden Abschluss der Elf von Eintracht Braunschweig. Dabei wurde der ambitionierte Drittligist mit 2:1 Toren bezwungen.
Ohne seine Nationalspieler Jukka Raitala (Finnland), Edmond Kapllani (Albanien) und Enis Alushi (Kosovo) trat der SCP gegen den Drittliga-Vierten an. Sören Brandy fehlte ebenfalls. Ein Laktattest in der vergangenen Woche hatte wieder einmal gewisse Defizite beim Blondschopf offenbart und so absolvierte der im nächsten Spiel in Cottbus noch rotgesperrte Offensivakteur ein separates Programm.
Dementsprechend etwas umgestellt trat der SCP gegen die Eintracht an, die besser ins Spiel kam und schon nach 14 Minuten führte. Nach einer Rechtsflanke ließ die Abwehr Braunschweigs starken Dennis Kruppke unbedrängt zum Kopfball hochsteigen und der ließ Lukas Kruse keine Chance. In dieser Phase war Paderborn doch eine gewisse Müdigkeit anzumerken, wirkte der Drittligist vor allem bei seinen Offensivbemühungen auch gedanklich frischer. In der 31. Minute reagierte Kruse nach einem Distanzschuss von Mark Pfitzner prächtig. Dann aber hatte Paderborn endgültig die Spielkontrolle, ohne aber offensiv auffällig zu werden.
Das änderte sich nach der Pause, als schon zwei Minuten nach Wiederbeginn Abwehrspieler Christian Strohdiek einen Heithölter-Freistoß zum Ausgleich einköpfte. "Das Tor hat uns gut getan", befand später Co-Trainer Asif Saric, der jetzt in der Vorwärtsbewegung seiner Akteure sehr viel mehr "konkretere Aktionen" feststellen durfte. Daran war auch der eingewechselte Yasin Kocatepe beteiligt, der in der 77. Minute aus der Distanz zwar an Braunschweigs Keeper Petkovic scheiterte.
Dann aber schaltete Jorge Mosquera schneller als alle anderen und schob das Leder zum Siegtreffer ein. Saric lobte die Elf für die taktische Disziplin. Was man sich vorgenommen habe, "ist gut gelungen." Die zuvor angekündigten zwei freien Tage waren für die Spieler damit gebucht. Am Dienstag startet der Kader dann mit der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus (Sonntag, 17. Oktober).
SC Paderborn 07: Kruse – Gonther (55. Daghfous), Mohr, Strohdiek, Wachsmuth – Krösche, Heithölter (55. Palionis) – Wemmer (55. Klotz), Guié-Mien (65. Gjorgiev), Brückner (55. Kocatepe) – Krause (46. Mosquera).