Paderborn. Im Sommer 2009 schlug der gebürtige Duisburger Daniel Masuch seine Zelte an der Pader auf. Vom Drittliga-Konkurrenten Kickers Emden wechselte der Torhüter zum Zweitliga-Aufsteiger und mauserte sich sehr schnell zur Nummer eins im Tor des SC Paderborn. In 42 Meisterschaftsspiele hat der 33-Jährige seitdem im Tor gestanden. Im Sommer aber läuft Masuchs Vertrag aus.
Große Gedanken wegen anstehender Vertragsverhandlungen mache er sich aber schon lange nicht mehr. Irgendwie habe das immer geklappt, vertraut er ganz seinem Berater, "zu dem ich auch ein sehr gutes Verhältnis habe", erklärt Paderborns Nummer eins. Und erlebt habe er in solchen Situationen schon genug. "Wie in Essen", blättert er gedanklich zurück. Da habe er in der Saison 2008/2009 in der Regionalliga schon im Dezember seinen Vertrag für die dann folgende neue dritte Liga verlängert.
"Dann haben wir am letzten Spieltag die Quali nicht geschafft und ich stand plötzlich ohne Verein da", erinnert er sich. Mit Kickers Emden hatte er aber relativ schnell einen neuen Brötchengeber gefunden. Aber schon ein Jahr später stellte sich erneut eine Vertragssituation mit vielen Fragezeichen dar. Schon bei der Rückkehr von der Mannschaftsfahrt hätten sich Gerüchte über finanzielle Probleme breitgemacht. "Aber auch dann hat sich das ziemlich schnell mit Paderborn ergeben", erlebt Masuch bei der
Jobsuche offensichtlich immer eine gewisse Leichtigkeit.
Auch dem jetzt nahenden Vertragsende sieht der Wahl-Düsseldorfer gelassen entgegen. Vier Jahre wolle er bestimmt noch spielen. Liebend gerne auch in Paderborn. Das sei ja auch kein Geheimnis, "zumal beim SCP intern mit der Mannschaft alles passt." Aber bevor über Verträge gesprochen werde, müsse erst einmal die Mannschaft eine Situation schaffen, "die solche Gespräche auch ermöglichen", spricht Masuch das Thema Ligaverbleib an. Darauf müsse man sich jetzt vorrangig konzentrieren. "Das tun auch alle", ist er sich sicher.
Generell dürfe das Team beim Neustart in die Saison "jetzt nicht nachlassen." Auch im bisherigen Saisonverlauf habe Paderborn in vielen Spielen gezeigt, "dass wir mit allen Konkurrenten mithalten können", so der Schlussmann. Auch mit den Überfliegern aus Aue. Aber der Torhüter warnt: "Die darf man keine Sekunde des Spiels unterschätzen."
Zwölf in der Warteschleife
15 Spieler des aktuellen Kaders haben beim SC Paderborn einen Vertrag über diese Saison hinaus. Mit Nico Klotz und Daniel Brückner sogar zwei einen Kontrakt bis 2013. Bei zwölf Akteuren endete zum Saisonende das Arbeitsverhältnis. Neben den beiden ausgeliehenen Spielern Jukka Raitala (Hoffenheim) und Edmond Kapllani (Augsburg) sind dies die Spieler Masuch, Guié-Mien, Heithölter, Daghfous, Mosquera, Manno, Rath, Schmik, Jevric und Parensen.