Paderborn. Es gibt in Deutschland sicher nicht viele Profivereine, deren Trainer als Lehrgangsbeste den Fußball-Lehrer-Schein erworben haben. Paderborn gehört dazu. Der Fußball-Zweitligist aus Ostwestfalen hat seit Donnerstag sogar zwei Trainer, die in Köln mit der Bestnote aufwarten konnten. Cheftrainer Andre Schubert gelang dies mit zwei anderen Lehrgangsteilnehmern. Nun schloss SCP-Co-Trainer Jan-Moritz Lichte als Bester von 25 Absolventen ab.
Sichtlich stolz und in erster Linie sehr erleichtert präsentierte sich der gebürtige Baunataler am Tag danach. Die Zeit der Dreifachbelastung als Lehrgangsteilnehmer, Co-Trainer des SCP und stellvertretender Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums sei "schon eine sehr, sehr harte Zeit" gewesen. Umso schöner sei es dann, "wenn es vorbei ist, oder sogar so erfolgreich vorbei ist."
Dass es so perfekt gelaufen ist, dafür macht Lichte selbst seinen unheimlichen Ehrgeiz verantwortlich, den er entwickle, "wenn ich Dinge mache, die mir wichtig sind." Schon sein Studium der Sportwissenschaft an der Universität in Paderborn legte er mit einer Auszeichnung ab. Die zeitliche Kürze zu diesem Abschluss habe ihm jetzt ein wenig geholfen. Da sei ihm das viele Lernen bestimmt leichter gefallen, "als beispielsweise anderen, bei denen nach einer langen Karriere die Zeit des Lernens schon länger zurückliegt."
Cheftrainer Schubert zeigt sich nicht überrascht
Lichte ist es aber auch wichtig, im Moment seines Erfolges denen zu danken, "die mir den Rücken freigehalten und mir den Lehrgang überhaupt erst ermöglicht haben." Dank also an den Verein, "der mir die Chance gegeben hat, ohne Lizenz im Profibereich mitzuarbeiten." Dank aber auch an das Trainerteam "und an Michael Bauer im Nachwuchs-Leistungszentrum, der dort einen richtig guten Job macht", betont Lichte.Cheftrainer Andre Schubert zeigte sich von der guten Nachricht nicht überrascht. Das Ergebnis sei so ausgefallen, wie er es "fast schon erwartet" habe. Jan-Moritz Lichte sein nun mal ein "absoluter Topmann". Seinen Co-Trainer bezeichnet er als "unverzichtbaren Baustein", mit dem er sich stets "positiv ergänze". Mit seiner ureigenen Ruhe und Gelassenheit "zeigt er mir ebenso wie Asif Saric immer wieder Dinge auf, die wichtig sind", so Schubert weiter. Für seinen erfolgreichen Abschluss wünscht sich Lichte jetzt an diesem Sonntag von der Elf, "dass die Jungs gegen Frankfurt rausgehen und das abrufen, was sie können."
Nachzutragen ist noch, dass mit Roger Schmidt und Andreas Zimmermann zwei weitere Ex-Paderborner die Prüfung bestanden haben. Schmidt, der weiterhin seinen Lebensmittelpunkt in Paderborn hat, ist immer noch vertraglich an den SC Preußen Münster gebunden. Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur äußerte sich jetzt ebenso wie Lichte "glücklich darüber, es geschafft zu haben." Nach der Entscheidung, nach dem Ende seiner Fußballkarriere beruflich weiterhin auf den Sport zu setzen, sei es sein Ziel gewesen, "die bestmögliche Ausbildung zu bekommen." Mit dem Fußball-Lehrerschein habe er dies erreicht. Wie es weitergeht, "lasse ich jetzt mit vielen neuen Eindrücken aus dem Lehrgang in Ruhe auf mich zukommen."









Ihr Stellvertreter macht einen super Job, hoffentlich zeigen Sie sich bei ihm mal erkenntlich, denn ohne Ihren Nachfolger wäre es wohl so schnell nichts mit einem Aufstieg des SC Preußen geworden.
Herr Schmidt ist der Absahner der 4.Liga und das mit einem Gehalt von ca. 15.000 Euronen Monat für Monat. Super!!
Gruß Preusse06