FUSSBALL-WESTFALENPOKAL: Hövelhofer SV rechnet in der Partie gegen Drittligist Bielefeld mit 1.500 Zuschauern
Hövelhof. Dem Hövelhofer SV steht heute Abend eine gern angenommene Abwechslung zum tristen Alltag in der Fußball-Westfalenliga bevor. Um 17.45 Uhr erwartet die Mannschaft von Trainer Stefan Weiß in der zweiten Runde des Westfalenpokals das aktuelle Drittliga-Schlusslicht Arminia Bielefeld auf der Waldkampfbahn.
"Wir haben absolut nichts zu verlieren und können befreit aufspielen", meinte Weiß bereits unmittelbar nach der jüngsten 2:4-Heimpleite gegen die Hammer Spielvereinigung. Der Hövelhofer Auftritt dürfte Bielefelds aktuellen Interimstrainer Stefan Krämer keine schlaflosen Nächte bereitet haben. Er sah zwar einen HSV, der im Angriff effektiv spielte, dafür defensiv aber sehr anfällig agierte. Auch deshalb kündigte Krämer an, eine offensiv ausgerichtete Arminia auf den Platz schicken zu wollen.
Der Hövelhofer SV könnte trotzdem eine Minichance haben, denn die Konzentration der Arminia ist voll auf die 3. Liga gerichtet. Dort steht das Team mit fünf Punkten aus zehn Begegnungen - allerdings mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz - ebenso am Tabellenende, wie der HSV in der Westfalenliga. Illusionen will sich Stefan Weiß trotzdem nicht hingeben. "Priorität hat auch bei uns der Klassenerhalt in der Liga." Vielleicht könne die Mannschaft durch einen guten Auftritt im Pokal etwas Selbstvertrauen tanken.
"Wir wollen Bielefeld ein bisschen ärgern, aber die Favoritenrolle ist klar bei den Gästen." Wichtig sei, dass sich niemand verletze und "wir das Spiel auch ein bisschen genießen. Das ist schon ein Saisonhighlight."
Personell entspannt sich die Situation beim HSV wieder etwas. Sebastian Bathe, Mike Kesselmeier und Daniel Brökelmann könnten wieder im Kader stehen. Nur Sven Zimmermann, Jallow Ebrima Amadou und Marcel Wenkemann fallen weiter aus.
Aus organisatorischer Sicht sind ebenfalls alle Maßnahmen für einen schönen Fußballabend getroffen, wie Hövelhofs Vorsitzender Heinz Thieschnieder bestätigte. "Wir rechnen mit rund 1.500 Zuschauern. 800 kommen aus Bielefeld." Die Polizei hat die Partie nicht als Risikospiel bewertet, eine Absperrung zwischen den Fanlagern ist daher nicht nötig. "Es gibt viele Arminia-Fanclubs in Hövelhof. Das ist schon in Ordnung", betont Thieschnieder.
Die Tore zur Waldkampfbahn werden ab 16.30 Uhr geöffnet. Um eine größere Parkplatzsuche zu vermeiden, rät Thie-schnieder allen Zuschauern, die mit dem Auto kommen, den Parkplatz am Schützenhaus zu nutzen. "Dort gibt es ausreichend Kapazitäten." Zudem werden die Raiffeisenstraße und die an der Waldkampfbahn vorbeiführende Von-der-Recke-Straße zu einer Einbahnstraße umfunktioniert.
Ist ja auch egal.