In Reichenschwands Fangemeinde fehlen noch Anhänger des SCP
VON HARTMUT KLEIMANN
Reichenschwand. Die Sonne hat den morgendlichen Nebel verdrängt und die schmucke Sportanlage des FC Reichenschwand präsentiert sich fein rausgeputzt. Das Dormero-Schlosshotel liegt in Sichtweite. Dort, wo früher Fenster gefertigt wurden, steht mitten im Ortskern der knapp 2.500 Einwohner zählenden Gemeinde Reichenschwand nun ein schickes Hotel. Das dazugehörige Wasserschloss beherbergt die Wöhrl-Akademie, die sich um die Nachwuchsförderung und Weiterbildung im Einzelhandel kümmert.
Es hat sich herumgesprochen, dass die Profis des SC Paderborn im Ort Quartier bezogen haben und um 11 Uhr trainieren sollen. Obwohl bei den Franken mit einem hohen Eigenheimanteil die Samstage dem Werkeln an Haus und Garten gehören, drücken sich diverse Personen am Sportgelände herum. Selbst eine Polizeistreife schaut vorbei und fragt nach den Fußballern.
Roman Ertel (55) und Hans Koll (72) unterhalten sich mit Stefan Sers. Der hat mit seinem Pkw angehalten und fährt gerade seinen Sohnemann spazieren. Der sitzt brav in seinem Kindersitz und nuckelt an seinem Schnuller. Einen vom FC Schalke. "Ja, ja", sagt Hans Koll, selbst Besitzer einer Dauerkarte des FC Bayern, "wir haben hier alles quer durch die Bank. Viele Fans der Clubberer, ein paar Füdda, aber auch Dortmunder und Gladbacher", zählt er auf. "Bloß Paderborner haben wir keinen", schickt er schmunzelnd hinterher.
Dann kommen die Fußballer des Zweitligisten. Tina, Svenja und Nadine von der Frauenmannschaft des FC Reichenschwand streichen gerade den Zaun am Sportheim und kichern beim Herannahen der jungen Profis. Derweil macht sich FC-Vorstand Edmund Schrauf ein wenig Sorgen, dass es zu wenig Zaungäste beim Training sein könnten. "Morgen kommen bestimmt mehr", glaubt er.
Das Training läuft wie gewohnt. Die am Freitag gespielt haben laufen aus, der Rest macht ein wenig mehr. Am Nachmittag geht’s per Bus nach Nürnberg, wo die Paderborner Profis das 2:2-Remis zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem VfB Stuttgart sehen. Nicht dabei sind Co-Trainer Asif Saric und Manager-Sport Michael Born. Beide sind mit dem Pkw nach Cottbus gefahren, um sich noch einmal den kommenden Pokalgegner anzuschauen. "Wir haben ja auch schon gegen Fürth gespielt und viele neue Erkenntnisse gibt es nicht. Wir haben aber durchaus den einen oder anderen Anhaltspunkt, wie wir Fürth packen können", so Born am Sonntag zum Cottbus-Trip.
Das Sonntag-Training geht dann ohne Trainer Roger Schmidt über die Bühne. Der macht nämlich einen Abstecher nach Aue, um den nächsten Punktspielgegner in der Partie gegen Berlin zu beobachten.
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Kommentare
Ostwestfale schrieb am 24.10.2011 17:55 Uhr
Kommt noch! :)
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