VOLLEYBALL 2. LIGA: DJK Delbrück überzeugt trotz einer 1:3-Heimniederlage
VON VIRNA FERNANDEZ-TAMAYO
Delbrück. Im fünften Saisonspiel setzte es für die Zweitliga-Volleyballer am Samstagabend die vierte Pleite. Doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Im Gegenteil: Die Delbrücker können aus der 1:3-Heimniederlage (25:23, 22:25, 23:25, 18:25) gegen die A!B!C Titans Bergisches Land neuen Mut und Selbstvertrauen schöpfen. Denn gegen den Titelfavoriten aus Wuppertal zeigte die DJK vor gut 200 Zuschauern in der alten Dreifachsporthalle am Driftweg in den 105 Minuten Spielzeit eine starke und engagierte Leistung.
"Auch wenn wir verloren haben, bin ich mit dem Auftreten meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben uns sehr gut präsentiert und Wuppertal das Leben schwer gemacht", bilanzierte Delbrücks Trainer Uli Kussin. Der hatte im ersten Satz zunächst eine schnelle 6:2-Führung der Gäste registrieren müssen. Doch die Delbrücker kämpften sich auf 8:8 heran und konnten das Spiel fortan ausgeglichen gestalten. Die DJK glänzte in Durchgang eins vor allem mit gelungenen Block-Aktionen. Und so hatten die Fans der Hausherren Grund zum Jubeln: Delbrück gewann den ersten Satz gegen den haushohen Favoriten überraschend mit 25:23.
Durchgang zwei verlief erneut ausgeglichen, ehe sich die von Ex-Nationalspieler Georg Grozer trainierten Wuppertaler nach einem 15:15-Zwischenstand eine knappe Führung erarbeiteten. Und diesen Vorsprung konnten sie auch ins Ziel retten. Auch DJK-Akteur Arne Steffen, der im Angriff überzeugte, konnte den Wuppertaler Satzausgleich nicht verhindern.
Und es blieb spannend. Die Delbrücker konnten in Durchgang Nummer drei vor allem über die Position vier immer wieder punkten. Doch Wuppertal hatte erneut das glücklichere Ende und gewann 25:23. Im vierten Satz war bei der DJK dann ein wenig die Luft raus. Wuppertal führte mit 10:6, baute die Führung auf 23:14 aus und machte dann mühelos den Sack zu.
"Leider haben wir auch heute in entscheidenden Phasen Fehler gemacht. Es freut mich aber, dass wir meistens exakt das abrufen konnten, woran wir im Training gearbeitet haben. Ich hoffe, dass wir die vielen positiven Dinge mit in die nächsten Partien nehmen", erklärte DJK-Coach Uli Kussin, der im Publikum einen besonderen Gast begrüßen konnte: DJK-Zuspieler Johannes Grodde drückte seinen Teamkollegen auf der Tribüne die Daumen.
Die Genesung des 22-Jährigen, der Ende September einen schweren Motorradunfall erlitten hatte, macht große Fortschritte. Grodde soll noch in dieser Woche die Rehaklinik in Vlotho verlassen. Und auch ihm gefiel am Samstagabend die Leistung seines Teams. "Ich fand meine Mannschaft überraschend gut. Das Spiel verlief sehr ausgeglichen. Nur am Ende der Sätze haben wir immer wieder dumme Fehler gemacht", urteilte Grodde und fügte an: "Es ist schon ein komisches Gefühl, das Spiel von Außen sehen zu müssen. Es kribbelt mir schon in den Fingern."
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