Schöneiche/Delbrück. Die Zweitliga-Volleyballer der DJK Delbrück kassierten am Samstagabend eine äußerst bittere Niederlage. Im Gastspiel bei der TSGL Schöneiche mussten sich die Mannen von Trainer Uli Kussin mit 2:3 (25:23, 25:19, 16:25, 28:30, 13:15) geschlagen geben. Dabei hatte der zweite Saisonsieg vor 220 Zuschauern in greifbarer Nähe gelegen. Doch Delbrück vergab gleich vier Matchbälle.
"Wir haben schon wieder zwei Punkte liegen lassen", ärgerte sich Kussin und erinnerte an die ebenfalls vermeidbaren DJK-Auswärtsniederlagen in Ammerland und Kiel. "Es ist einfach wieder blöd gelaufen. Wir haben erneut unnötige Fehler gemacht", fügte ein tief enttäuschter DJK-Coach an.
Dessen Schützlinge hatten zwar eine leichte Anfangsnervosität gezeigt, letztlich aber einen optimalen Start in die Partie erwischt. Nach zwei Sätzen lag die DJK mit 2:0 in Front. Einen ausgeglichenen ersten Durchgang hatte das Kussin-Team dabei mit 25:23 für sich entschieden. Satz Nummer zwei ging dann mit 25:19 an die Delbrücker.
Für die DJK schien alles optimal zu laufen. Doch im dritten Satz wachte Schöneiche auf. Die Gastgeber machten nun mächtig Druck und zogen auf 10:4 davon. Die Truppe aus der im Osten Berlins gelegenen Gemeinde baute den Vorsprung kontinuierlich aus und verkürzte mit einem 25:16-Satzgewinn auf 1:2. "Wir hatten im dritten Durchgang einfach einen sehr schlechten Start erwischt. Schöneiche hat Hop oder Top gespielt. Und mit dieser Taktik haben sie ins Spiel zurückgefunden", analysierte Uli Kussin.
Auch im vierten Satz fing Schöneiche stark an. Die Hausherren erspielten sich eine 12:8-Führung. Doch Delbrück blies zur erfolgreichen Aufholjagd. Die Endphase des Satzes geriet zu einem packenden Volleyball-Krimi. Delbrück erspielte sich vier Matchbälle, doch Schöneiche schaffte stets den Ausgleich. Und bei einer 29:28-Führung machten die Gastgeber den entscheidenden Punkt.
Und auch im finalen fünften Durchgang blieb es spannend. Beim Spielstand von 6:4 für Schöneiche wurden die Seiten gewechselt. Die TSGL behauptete ihre knappe Führung und verwandelte ihren zweiten Matchball zum 15:13. Der letzte Ballwechsel endete dabei mit einer umstrittenen Referee-Entscheidung. "Die Schiedsrichter haben eigentlich gut gepfiffen.
Doch ausgerechnet beim 14:13 im fünften Satz leisten sie sich eine krasse Fehlentscheidung. Und auf einmal ist das Spiel verloren", kritisierte Kussin, der den Kopf dennoch nicht hängen lässt. "Wir müssen einfach weiter an uns arbeiten und die Fehler, die wir am Ende der Sätze machen, endlich abstellen", fordert der DJK-Coach und hofft nun auf einen überraschenden Heimsieg. Denn am kommenden Samstag, 19. November, gastiert der Tabellendritte SVG Lüneburg am Delbrücker Driftweg.