TISCHTENNIS 2. LIGA: TTV Hövelhof erwartet in Anröchte ein Gastgeber-Team mit Wut im Bauch
Hövelhof. Die Tischtennis-Zweitligadamen des TTV Hövelhof bestreiten an diesem Sonntag bereits ihr letztes Auswärtsspiel des Jahres 2011. Und diese Partie hat es in sich, denn die Hövelhoferinnen gastieren am Sonntag ab 14.30 Uhr beim TTK Anröchte.
"Das Westfalenderby ist immer eine besondere Partie", fiebert auch Hövelhofs Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier dem Spiel beim Erstliga-Absteiger entgegen. Und dies liegt nicht nur am Derby-Charakter, sondern auch an der aktuellen Tabellensituation. Trotz der bisher eher durchwachsen verlaufenen Saison haben die Sennedamen mit sechs Minuspunkten den Platz an der Sonne noch immer im Blickfeld.
"Die Teams an der Spitze haben zuletzt für uns gespielt. Diese Chance wollen wir mit zwei Siegen zum Jahresende nutzen", betont Borgmeier, dessen Mannschaft nur noch drei Zähler hinter Spitzenreiter Uentrop liegt. Das in zwei Wochen anstehende Heimspiel gegen Bergneustadt dürfte eine reine Formsache sein. Anröchte dagegen ist ein anderes Kaliber, wenngleich das Team aus dem Kreis Soest derzeit mit 4:10 Punkten Tabellenvorletzter ist. Doch dies liegt vornehmlich an der Tatsache, dass dem TTK drei Zähler aus den ersten beiden Spielen abgezogen wurden. Grund: Die Spielberechtigung für Neuzugang Suzanne Dieker sei verspätet eingetroffen. Der TTK Anröchte hat in dieser Woche Einspruch beim Sportgericht des Deutschen Tischtennisbundes gegen den Punktabzug eingelegt.
"Sie werden daher auch gegen uns mit gehörig Wut im Bauch antreten", vermutet Borgmeier, der von einem extrem schwierigen Spiel ausgeht. Der Schlüssel zum Erfolg liege dabei in den Doppeln. Während Hövelhof dort noch nicht zu überzeugen wusste, stellt der sonntägliche Gastgeber mit Marta Golata und Yang Henrich das beste Doppel der Liga. "Wir müssen auf jeden Fall ein Doppel gewinnen. Oben erwarte ich ausgeglichene Spiele und unten sind wir besser besetzt", so die Rechnung von Borgmeier. Dabei weiß der TTV-Teamchef aber noch nicht, in welcher Aufstellung die Gäste das Spiel bestreiten werden. Alle fünf Spielerinnen werden die Reise antreten. Denn auch Hövelhofs Spitzenspielerin Aimei Wang, die beim 6:3-Heimsieg gegen Tostedt II ein glänzendes Comeback gefeiert hatte, ist wieder mit von der Partie.
Allerdings traten im Training erneut die altbekannten Probleme am Schlagarm auf. "Ich hoffe aber, dass Aimei trotz ihrer leichten Beschwerden spielen kann, denn sie kann auch mit Trainingsrückstand den Unterschied ausmachen", hofft Borgmeier. Wang dürfte auch besonders heiß auf einen Einsatz sein. Schließlich hatte die Deutsch-Chinesin in der vergangenen Saison noch für Anröchte in der Bundesliga aufgeschlagen.