DELBRÜCKER SC: Trainer macht sich für Wiebusch und Eckel als Winter-Neuzugänge stark
Delbrück. Alfons Beckstedde ist ein Mann der klaren Worte. Vor dem bereits an diesem Samstag anstehenden Heimderby gegen den FC Gütersloh (14.15 Uhr, AM-Stadion), gleichzeitig erster Rückrunden-Spieltag in der Fußball-Westfalenliga, macht sich der DSC-Trainer ausgerechnet für zwei Winterneuzugänge stark, die der Vorstand des Delbrücker SC bislang ablehnt.
"Wenn es der Verein mit dem Saisonziel Oberliga ernst meint, dann muss er auch sämtliche Möglichkeiten prüfen", fordert Beckstedde. Das birgt Sprengstoff, denn der 49-Jährige spielt auf eine Aussage an, die Delbrücks sportlicher Leiter Heinz Mehlich am vergangenen Wochenende gegenüber der Neuen Westfälischen tätigte. Raffaele Wiebusch sei von Seiten des Vorstandes nicht erwünscht, Manuel Eckel wohl nicht bezahlbar.
Doch genau für diese beiden Angreifer setzt sich Beckstedde nun ein. "Es steht keinem beim DSC zu, über private Angelegenheiten der Spieler zu urteilen. Ich schaue nur nach dem Sportlichen und da habe ich mit beiden Spielern sehr gute Erfahrungen gemacht", so Beckstedde. Natürlich sei es immer eine Frage der finanziellen Machbarkeit. "Aber wenn man solche Topleute bekommen kann, muss man sie holen", fordert Beckstedder. Sonst müsse man halt mit der aktuellen Situation leben. Die sieht momentan so aus, dass der Delbrücker SC als Tabellenachter erst 16 Treffer erzielen konnte und fünf Punkte von einem Oberligaplatz entfernt ist. "Wir brauchen Leute, die Tore machen können", betont Beckstedde.
Engin Yildiz habe zwar beim jüngsten 1:1-Unentschieden gegen den FC Bad Oeynhausen gezeigt, dass er für Gefahr sorgen kann. Doch nach acht Wochen Pause ist er noch nicht wieder im Rhythmus. "Wir dürfen in der Tabelle keinen Boden mehr verlieren und brauchen Spieler, die sofort helfen. Ein Joschi aus Sande ist das nicht", meint der Delbrücker Chefcoach.
Sofort helfen würden natürlich auch Punkte aus dem Derby gegen den FC Gütersloh. Der selbsternannte Meisterfavorit durchlief eine Schwächephase, konnte die letzten beiden Spiele aber wieder gewinnen. "Die Gütersloher sind im Aufwind und haben eine große spielerische Qualität. Für uns ist es wichtig, das zu unterbinden", sagt Beckstedde. Auf keinen Fall dürfe die Partie einen solchen Verlauf nehmen wie im Hinspiel. Bereits nach zwei Minuten lag der DSC damals in Rückstand und verlor am Ende mit 0:4. "Wir müssen kompakt verteidigen und vorne irgendwie die wenigen Chancen nutzen", fordert Beckstedde. Der Einsatz von Christoph Escherhaus ist fraglich. Ansgar Kuhn, Alexander Henke, Matthias Riemer, Janis Kraus und Matthias Krause fehlen.