TITELRENNEN: Aufsteiger will mehr als Rang drei / Auch Marienloh in Lauerstellung
Kreis Paderborn. Die so genannten Experten lagen falsch - und gleichzeitig doch richtig. Klingt komisch, ist aber so. Denn als Aufstiegsfavorit Nummer eins wurde vor der Saison fast immer Landesliga-Absteiger SV Heide Paderborn genannt. Nicht aber die Kicker aus der Stadtheide, sondern Suryoye Paderorn ist zur Halbzeit bester heimischer Vertreter in der Fußball-Bezirksliga.
Dabei war der auf dem Universitäts-Sportplatz beheimatete Aufsteiger denkbar schlecht in die Saison gestartet. Einem 0:2 gegen den SV Marienloh folgte beim späteren Herbstmeister Germania Westerwiehe eine 1:6-Packung. "Erst danach sind wir in der Liga angekommen", blickte Trainer Rene Deffke auf das 1:1 gegen den SJC Hövelriege und den ersten Bezirksligapunkt zurück. Was folgte, war großer Sport.
Die maximale Ausbeute von 27 Punkten aus neun Partien wurde erst vom SC Borchen gestoppt. Neben dem 9:0 gegen Overhagen bleibt auch der 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den SV Heide in Erinnerung. Das meint auch Deffke: "Das 2:1 zum Jahresende war psychologisch ganz wichtig für uns. Nach dem Fehlstart und einigen Korrekturen haben wir eine gute Hinserie gespielt", lautet sein Fazit. Gleichzeitig blickt er nach vorne: "Wenn man Dritter ist, möchte man es nicht bleiben. Unser Ziel ist Platz eins oder zwei. Vielleicht werden wir uns für die Rückrunde noch auf zwei Positionen verstärken."
Zum Start im neuen Jahr reist der Neuling gleich nach Marienloh, wo das Verfolgerduell auf dem Programm steht. Der SVM hat ebenfalls 30 Punkte auf dem Konto und damit acht Zähler Rückstand zur Spitze. Vorrangiges Ziel war allerdings für die von Sedat Akcay und Björn Schmidt betreute Mannschaft der Klassenerhalt. Der dürfte so gut wie sicher sein. "Unsere guten Leistungen kommen nicht von ungefähr. Wir haben an die letzte Rückserie angeknüpft, hart gearbeitet und uns gesteigert", so Schmidt. Ein super Start wurde mit der Tabellenführung belohnt. Lediglich zum Jahresende und mit einigen Verletzungssorgen ging dem SVM mit zwei Dreiern aus sechs Partien etwas die Luft aus.