Paderborn. Die Teams der Squash-Bundesliga sind vier Spieltage vor Ende der Punkterunde auf die Zielgerade eingebogen. Mit Worms ist der Tabellenführer enteilt. Dahinter kämpfen der Paderborner Squashclub (PSC) und Squash Inn Hamborn um Rang zwei. Und ausgerechnet am heutigen Freitag ab 19 Uhr im direkten Duell gegeneinander. Dabei spielt ein Paderborner eine ganz besondere Rolle, denn der waschechte Domstädter Stefan Leifels kann dem PSC im Trikot von Gegner Hamborn womöglich gehörig in die Suppe spucken.
38 Jahre ist der Altmeister Leifels mittlerweile jung, aber dennoch spielt er aktuell in einer bestechenden Form. Beim Tin-Cup in Herford griff "Steff" am vergangenen Wochenende auch wieder mal zum Turnierschläger und fackelte dabei die halbe, aktuelle Nationalmannschaft ab. "Das spricht natürlich einerseits für meine gute Verfassung, ist aber auch etwas ein Armutszeugnis für meine Gegner. Ich habe längere Zeit nicht gegen die gespielt, aber eigentlich müssten die schon viel weiter sein", kritisiert der Routinier.
Spielte Leifels also heute nicht für Hamborn, sondern für den PSC, dann müsste sich der Paderborner Club keine großen Sorgen um den Einzug ins Endspiel machen. "Klar, ich bin Paderborner und lebe auch dort, deshalb schlägt auch immer noch mein Herz für den PSC", gibt er zu. Aber ab 19 Uhr ist der Hundeliebhaber dann doch ganz Profi und setzt seine komplette Spielfreude für seine Hamborner ein.
An Nummer vier gesetzt wird Leifels dann wohl auf Lennart Osthoff treffen. Nachdem die beiden ersten Duelle mit Hamborn Remis mit Vorteil beim Gegner endeten, scheint Team-Manager Norman Farthing die Partie an Position vier schon abgehakt zu haben. "Der Steff ist einfach gut", weiß er. Da liebäugelt Farthing schon eher mit einem Sieg von Norman Junge gegen Rudi Rohrmüller, "den er in dieser Saison auch schon bezwungen hat." Damit wäre wieder ein Gleichstand hergestellt. Deshalb wird es im sicher spannenden Match im Ahorn-Squash auf die Duelle der PSCer Simon Rösner (gegen Laurens-Jan Anjema oder Tom Richards) und Chris Simpson (gegen Raphael Kandra) ankommen. Farthing hat auch schon einen Tipp parat. "Es sollte uns gelingen, ein positives 2:2 zu erwirtschaften", gibt er sich bedeckt optimistisch. Sollte es so kommen, könnte der PSC den Vorsprung auf Hamborn auf drei Zähler vergrößern. Siegen Leifels und Co., ist für den PSC das Thema Endspiel wohl erledigt.