BASKETBALL: Der vielseitige US-Amerikaner macht sein Team in vielerlei Hinsicht besser
Paderborn. Die Paderborn Baskets haben in der aktuellen Saison der 2. Basketball-Bundesliga 18 Spiele absolviert. In drei dieser Partien fehlte Nick Freer wegen einer Wadenverletzung. Ohne den Kapitän gelang nur der Sieg beim Schlusslicht Leitershofen; die beiden anderen Begegnungen endeten mit Niederlagen. Von den 15 Matches mit Freer aber wurden gleich zehn gewonnen. Wohl nicht nur aufgrund dieses Rechenexempels ist Baskets-Coach Thomas Glasauer froh, dass der Allrounder beim Auswärtsspiel in Chemnitz am Samstag (19 Uhr) zur Verfügung steht.
"Nick ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Rotation. Mit ihm läuft es besser", betont Glasauer und hebt auf die Spielintelligenz des US-Amerikaners ab. "Mit Nick kann man gut zusammenspielen. Das wird jeder Akteur im Kader bestätigen", erklärt der Coach und lobt die Intensität und den Willen des 1,98-Meter-Manns.
Der zudem ein ausgesprochen sicherer Freiwerfer ist. Als die Baskets im letzten Heimspiel gegen Ehingen im Schlussviertel und bei knappem Spielstand nach einem Technischen Foul gegen die Gäste-Bank zwei Freiwürfe zugesprochen bekamen, übernahm Freer die Ausführung und traf beide Schüsse. "Er ist zwei, drei Jahre älter als die anderen drei US-Amerikaner im Kader. Diese Erfahrung macht viel aus", sagt Glasauer und würde es doch gern sehen, wenn auch Freers Feldwurfquote noch weiter nach oben ginge. So traf der Mann aus Michigan in den letzten sechs Partien nur vier von 18 Dreierversuchen.
"Ich hatte zuletzt viele freie Schüsse. Warum ich nicht so gut getroffen habe, kann ich mir auch nicht erklären", gibt Freer zu. "Das wird mich nicht daran hindern, es weiter zu versuchen", sagt der Ex-Salzkottener, der für die Webmoebel Baskets in dieser Serie schon auf den Positionen 2, 3 und 4 spielte. Es sei ihm letztlich egal, wo er agiere, gibt Freer zu Protokoll und weiß, dass es näher am Korb immer deutlich körperbetonter zugeht. "Auf der Position 4 wird fast schon gerungen", berichtet er aus den Spielen, in denen er nach der Verletzung von Ben Spöler näher an das Brett gerückt war. "Ich bin nur froh, dass ich zuletzt überhaupt so lange auf dem Feld gestanden habe", erklärt der Vorzeigeathlet, der in den letzten drei Begegnungen im Schnitt 30 Minuten Spielzeit bekam. Dass alle drei Partien von den Paderbornern auch gewonnen wurden, wird wohl kein Zufall sein.