Delbrück (FB/ft). Die Zweitliga-Volleyballer der DJK Delbrück hatten bei ihrem Heimspiel gegen das Volleyball-Team Kiel enorm unter Druck gestanden. Denn eine Niederlage hätte die Lage im Abstiegskampf extrem prekär werden lassen. Doch die DJK hielt dem besagten Druck bravourös stand. Vor 250 begeisterten Zuschauern in der Alten Dreifachsporthalle am Driftweg fegte die DJK gestern eine enttäuschende Kieler Mannschaft in 78 Minuten mit 3:0 (27:25, 25:23, 25:15) vom Parkett.
"Das war heute hochverdient. Und gerade das glatte 3:0 ist viel wert, denn am Ende könnte es auch auf die Sätze ankommen", erklärte ein rundum zufriedener Uli Kussin. Der Delbrücker Coach konnte sich diesmal vor allem über eine niedrige Eigenfehlerquote seines Teams freuen. Zudem glänzten seine Schützlinge mit druckvollen Aufschlägen. Der Gegner aus Kiel scheiterte darüber hinaus immer wieder am starken Delbrücker Block. Vorbildlich waren auch Kampfgeist und Einstellung der Hausherren.
Zur guten Stimmung im Team hatte Matthias Multhaupt beigetragen. Der hatte bis zur vergangenen Saison in der DJK-Ersten gespielt, schlägt nun aber für Verbandsliga-Spitzenreiter SG Paderborn/Delbrück auf. Gestern aber nahm Multhaupt ausnahmsweise wieder auf der DJK-Bank Platz. Der Mittelblocker kam zwar nicht zum Einsatz, feuerte aber unermüdlich seine Teamkollegen an. "Und die waren bärenstark. Einfach klasse, wie konsequent die Jungs das Ding durchgezogen haben", lobte Multhaupt eine nahezu makellose DJK-Vorstellung.
Lediglich in den ersten beiden Sätzen hatte Kiel halbwegs mithalten konnten. So steckten die Holsteiner im ersten Satz einen 1:6-Rückstand weg, um später sogar zum 23:23 auszugleichen. Doch Delbrück behielt die Nerven und gewann 27:25. Im zweiten Satz konnte die DJK eine knappe Führung stets behaupten, so dass auch dieser Durchgang an die Gastgeber ging.
Der dritte Satz geriet dann zur Delbrücker Gala. Vor allem Außenangreifer Tobias Daniels war nicht zu stoppen und punktete fleißig. Auch über die Mitte baute Delbrück jede Menge Druck auf, dem Kiel letztlich nicht mehr standhalten konnte.
"Dieser Sieg war super wichtig, wenngleich die Kieler sicher schwächer als erwartet waren. Doch wir haben endlich einmal konstant gespielt und keinen Einbruch erlitten", konstatierte DJK-Kapitän Sebastian Striewe.