Paderborn-Marienloh. Der SV Heide Paderborn konnte die Dominanz auch nicht brechen. Der Delbrücker SC hat sich zum siebten Mal in Folge den Paderborner Fußball-Kreispokal geholt. Der Westfalenligist schlug den Bezirksligisten auf der Marienloher Sportanlage Breite Bruch mit 2:0 (1:0).
"Nach dem siebten Mal macht es gar keinen Spaß mehr", scherzte DSC-Mittelfeldspieler Yusuf Tumani beim obligatorischen Siegerfoto. Am Sieg der Delbrücker gibt es nichts zu rütteln. Der SV Heide war bemüht und in der Anfangsphase auch bissig, aber eben spielerisch unterlegen. Während der DSC äußerst clever agierte. Christoph Escherhaus legte sich den Ball aus 20 Metern zum Freistoß hin und hob ihn sofort über die noch nicht richtig postierte Mauer ins Tor (11. Min.). Einige Akteure des SV Heide protestierten, doch der Treffer war regelkonform.
"Ich frage den Schiedsrichter immer, ob er den Ball freigibt." Der Unparteiische Peter Held aus Borchen tat es und Escherhaus traf, wie schon im Halbfinale gegen den BVL, zur 1:0 Führung. "Das hatte sich wohl noch nicht rumgesprochen", grinste Escherhaus. "Das Gegentor fiel zu früh. Da haben wir uns dumm angestellt", so Heides Trainer Thomas Dreßler. Pech hatte sein Team im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit. Sascha Heisener musste ebenso verletzt ausgewechselt werden, wie Sebastian Sroka, der sich in einem Duell mit Delbrücks Florian Kraus die Nase brach.
So entwickelte sich beim DSC bereits früh ein Gefühl der sicheren Überlegenheit, was dem Spielgeschehen vor 350 Zuschauern nicht gut tat. Stefan Parensen (25.), Florian Fulland (28.) und Alexander Henke (34.) ließen weitere Möglichkeiten liegen. Henke vergab auch die erste Chance in Halbzeit Zwei (51.). Nach einem Foul von Heides Nihat Türk an Yusuf Tumani gab es einen berechtigten Elfmeter. Kraus verschoss allerdings gegen Marco Thiel (56.). "Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen. So haben wir es uns unnötig schwer gemacht", tadelte DSC-Trainer Alfons Beckstedde. Denn Heide hatte noch seine eine Riesenchance zum Ausgleich. Angreifer Semir Sijecic ließ Fabian Lübbers aussteigen, zielte dann aber knapp am rechten Pfosten vorbei (75.). "Geht der rein, hätten wir da gestanden", weiß Beckstedde. Vier Minuten nach der Heider Großchance stolperten Türk und Fulland im Heider Strafraum übereinander und Waldemar Ritter traf zum 2:0-Endstand.
"Wir hatten uns mehr vorgenommen, aber der Delbrücker Sieg geht in Ordnung. Ein 0:2 gegen ein zwei Klassen höheres Team ist keine Blamage", urteilte Heides Rene Wegs. DSC- Kapitän Florian Fulland hatte nach der Pokalübergabe Lob für den Gegner übrig: "Sie haben es ordentlich gemacht. Letztendlich haben wir uns aber verdient durchgesetzt." Der DSC wird aus der Ferne verfolgen, ob es doch noch zu einem Entscheidungsspiel zur Oberliga kommt. Die Elf flog nach dem Finale bis Montag nach Mallorca.
SVH: Thiel - Dalecki, Türk, Trautmann, Kottmeier - Andreas, Wegs, Rzepka (78. Domingues), Heisener (37. Hoppe), Sroka (41. Pospischil) - Sijecic.
DSC: Joswig - Riemer (76. Siegel), Schröder, Lübbers, Ritter - Tumani (78. Braune), Kraus, Escherhaus, Parensen, Henke - Fulland.