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29.12.2012
Titelverteidiger spaziert ins Achtelfinale
Delbrücker SC sichert sich den Gruppensieg / DJK Mastbruch und BV Bad Lippspringe scheiden aus
VON JOCHEM SCHULZE UND FRANK BEINEKE

Heißer Kampf ums Spielgerät | FOTOS: MARC KÖPPELMANN

Paderborn. Gleich der erste Turniertag des 25. Paderborner Silvester-Cups hatte es in sich. Von den neun bisherigen Cup-Siegern waren am Freitag gleich acht Vereine im Sportzentrum Maspernplatz im Einsatz. Nur der SV Heide greift als Titelträger der Jahre 1988, 2005 und 2010 erst am Samstag ins Spielgeschehen ein. Für zwei Klubs mit einer ruhmreichen Silvester-Cup-Historie ist das diesjährige Turnier dagegen schon beendet: Die DJK Mastbruch und der BV Bad Lippspringe mussten in der Vorrunde die Segel streichen.

Die Mastbrucher schieden dabei auf äußerst unglückliche Art und Weise aus. Die blutjunge DJK-Truppe zeigte gute Leistungen, scheiterte aber vor allem an der fehlenden Cleverness. So verspielte der A-Ligist sowohl gegen Türk-Gücü Paderborn als auch gegen die Sportfreunde BW Paderborn einen 3:1-Vorsprung. Das Mastbrucher Spiel gegen die Sportfreunde warf dabei einen Schatten auf einen ansonsten glanzvollen Turniertag.

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Beide Teams gingen übertrieben hart zur Sache. Auch nach der Schluss-Sirene kam es zu unschönen Szenen. Die Tatsache, dass ein Schiedsrichter von Türk-Gücü die Partie leitete, erhitzte zusätzlich die Gemüter. Mastbruch fühlte sich nicht zu Unrecht benachteiligt – und Türk-Gücü zog durch den 3:3-Endstand als Zweiter der Gruppe A ins Achtelfinale ein.

In äußerst überzeugender Manier

Den Gruppensieg sicherte sich derweil der Delbrücker SC in äußerst überzeugender Manier. 14:2 Tore und neun Punkte standen am Ende für den Titelverteidiger zu Buche. "Wir haben uns viele Chancen erspielt und wenig zugelassen. Aber wenn wir das Turnier gewinnen wollen, müssen wir uns sicher noch steigern. Und ein wenig Glück gehört natürlich immer dazu", bilanzierte der Delbrücker Aushilfscoach Peter Berhorst, während der etatmäßige DSC-Trainer Stephan Maaß die sehenswerten Darbietungen seiner Schützlinge von der Tribüne aus genoss.


In der Gruppe B landete der SJC Hövelriege auf Rang eins. Das zweite Achtelfinal-Ticket sicherte sich aber nicht Bezirksligist BV Bad Lippspringe, sondern der SV Upsprunge. Stefan Klüner schoss den Bürener A-Liga-Spitzenreiter im finalen Vorrunden-Duell gegen den BVL mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand in die Runde der letzten 16. "Ich verspüre pure Freude. Wir sind in einer extrem starken Gruppe weitergekommen", jubelte Upsprunges Coach Guiseppe Busacca.

Ein Kuriosum gab es in der Gruppe C. Mit dem Hövelhofer SV, GW Anreppen und dem SCV Neuenbeken waren am Ende gleich drei Teams punktgleich. Im Dreiervergleich setzte sich Hövelhof (4:4) dank der mehr erzielten Tore durch. Anreppen und Neuenbeken hatten jeweils 2:2 Treffer auf dem Konto. Und so kam es erstmals in der Geschichte des Silvester-Cups bereits in der Vorrunde zu einem Neunmeterschießen.

Keeper der Grün-Weißen hielt drei Neunmeter

In dem schwang sich Anreppens Torwart Thomas Lagers zum Helden auf. Der Keeper der Grün-Weißen hielt drei Neunmeter und brachte sein Team damit ins Achtelfinale.

In der Gruppe D waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt. So sicherte sich die Westfalenliga-Truppe des SC Paderborn II wie erwartet den Gruppensieg. Dabei gelang der SCP-Reserve mit dem 2:0-Sieg gegen TuRa Elsen eine Revanche für die schmerzhafte Viertelfinal-Niederlage aus dem Vorjahr.

Allerdings agierte die TuRa lange auf Augenhöhe, ehe Tobias Puhl und Kapitän Raul Guzu in der Schlussphase die Treffer für den Favoriten markierten. Elsen wiederum qualifizierte sich mit einem 1:0 gegen Fortuna Schlangen und dem 5:1 gegen den SC GW Paderborn ebenfalls fürs Achtelfinale.

Und die Organisatoren vom SV Heide konnten am späten Freitagabend ein positives Zwischenfazit ziehen. "Das hat ja schon Finaltag-Charakter. Irre", schwärmte SVH-Fußballobmann Thomas Dreßler angesichts eines nahezu ausverkauften Sportzentrums. Und auch am Samstag und Sonntag wird die Bude sicher rappelvoll sein.



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