VOLLEYBALL: Der TSV Oerlinghausen erschreckt den Spitzenreiter nur im ersten Satz
Oerlinghausen. Es war der Kampf David gegen Goliath. Und am Ende stand das erwartete Ergebnis unter dem Spielberichtsbogen. Doch die Verbandsliga-Volleyballer des TSV Oerlinghausen zeigten bei der 1:3 (27:25, 17:25, 11:25, 17:25)-Heimniederlage gegen verlustpunktfreien Spitzenreiter SG DJK Delbrück/VBC Paderborn eine gute Leistung. "Wir müssen uns nicht verstecken", sagte TSV-Trainer Arthur Rempel nach dem Spiel.
Die Erwartungen vor dem Duell gegen den einsam seine Bahnen ziehenden Tabellenführer waren nicht besonders hoch – zu dominant agiert die SG in der Verbandsliga, in der sie nach zwölf Spielen gerade einmal vier Sätze abgegeben hatte. "Unser Ziel war nur von Satz zu Satz zu denken", sagte Arthur Rempel. Das gelang zunächst auch sehr gut: Rechts und links des Netzes entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. "Im ersten Satz war unser Gegner fast ein bisschen erschrocken, als er bemerkte wie wir spielen", sagt Arthur Rempel. Die Folge: Der Underdog gewann Durchgang 1 mit 27:25. "Doch dann hatte Paderborn uns ausgelesen und einen guten Block gegen uns gestellt", analysiert Arthur Rempel, "damit wurden wir unserer Stärke beraubt." Spätestens jetzt machte sich bemerkbar, dass der TSV auf den am Knie verletzten Diagonal- und Außenangreifer Eugen Loboda verzichten musste. Rempel: "Uns fehlte damit die Durchschlagskraft für Angriffe von hinten und außen."
Zwar hatte Oerlinghausen auch im zweiten und dritten Satz gute Phasen, als vier oder fünf Punkte in Folge geholt wurden, doch als der Paderborner Trainer den etatmäßigen Zweitligaspieler André Gerlitz aufs Feld schickte, hatte der TSV dem Spiel des Primus’ nicht mehr viel entgegenzusetzen. "Danach wurde das Tempo für uns zu hoch", sagte Arthur Rempel, "man genießt es dann aber auch, gegen solche Klassespieler zu spielen." Zeitweise spielte die SG mit drei Akteuren, die Zweitligaerfahrung haben. Und auch wenn der TSV im vierten Durchgang noch einmal mit vier Punkten führte, kam er unterm Strich nie für einen Sieg in Frage. "Unser Minimalziel war es, einen Satz zu gewinnen", sagte Arthur Rempel, "und auch sonst haben wir gut dagegengehalten."
TSV: Alex Loboda, Eduard Pauls, Artur Schulz, Dennis Funk, Alex Isaak, Daniel Sarjadjuk, Hermann Fast, Alex Henschel, Johann Wiebe, Gerhard Warkentin