FUSSBALL: Spitzenreiter schlägt Germete 4:0 / FC PEL nach zwölftem Sieg in Folge Vizemeister
Germete/Peckelsheim. Mit einem Punkt Vorsprung ging der SV Borgholz/Natzungen in das Fernduell mit dem FC Peckelsheim/Eissen/Löwen um den Aufstieg aus der Kreisliga A Warburg. Somit hatte das Team von Matthias Rebmann sein Schicksal selbst in der Hand. Diese Chance ließ sich der Tabellenführer auch nicht nehmen und bezwang den FC Germete/Wormeln deutlich mit 4:0. Nach einjähriger Abstinenz wird die Rebmann-Truppe ihre Spiele nun wieder in der Bezirksliga bestreiten.
In der Anfangsphase merkte man dem Gast aus Borgholz die Nervosität an. Während Germete/Wormeln das Spiel bestimmte, ließen sich die Borgholzer weit fallen. Über Konterangriffe war die Rebmann-Elf jedoch gefährlich. Schon in der siebten Minute hätte der Gast in Führung gehen können, aber Patrick Oestreich vergab aus 14 Metern die sehr gute Tormöglichkeit. Nur zehn Minuten später konnte FC-Verteidiger Artur Kupsch den Schuss vom Borgholzer Angreifer Stefan Wiemers auf der Linie klären.
Auf der anderen Seite sorgte der Germeter Stefan Wiemers mit seinen Flankenläufen immer wieder für Gefahr. Die Kunde von den Toren des Konkurrenten FC PEL ließ beim Spielstand von 0:0 die Aktionen der Borgholzer immer hektischer werden. Über die hohe Fehlpassquote zeigte sich der sichtlich angespannte Borgholzer Trainer Matthias Rebmann wenig erfreut und war froh, als der Schiedsrichtern die Halbzeitpause einläutete.
Nach dem Seitenwechsel ging der SV Borgholz wie erwartet offensiver ins Spiel. Natürlich musste die Rebmann-Elf gewinnen, denn von einem Heimsieg des FC PEL gegen den FC Neuenheerse/Herbram war auszugehen. Der Spielstand mit der klaren Führung hatte sich schnell herumgesprochen.
In der 55. Minute setzte sich der Borgholzer Stefan Disse auf dem linken Flügel durch. Die anschließende Flanke fand in Andre Sima ihren Abnehmer, der den Ball per Kopf aus fünf Metern unhaltbar im Tor versenkte. Wie auch seine Spieler auf dem Platz brach SV-Coach Rebmann daraufhin in überschwänglichen Jubel aus. "Mit dem Tor ist eine Menge Druck abgefallen und wir konnten befreiter aufspielen", kommentierte der Trainer später. Als die Nachricht vom Borgholzer Führungstreffer in Peckelsheim durchsickerte, legte der FC PEL im Heimspiel einen Gang zu.
In Germete war der Bann nun gebrochen. Der Gast übernahm die Kontrolle und so rollte ein Angriff nach dem anderen auf die Germeter Defensive zu. In der 59. Spielminute kam Sima erneut aus kurzer Distanz frei zum Kopfball, doch er verfehlte das Tor knapp. Nur drei Minuten später war es Stefan Disse, der den Ball, nach Freistoß von Patrick Oestreich, ebenfalls per Kopf zum 2:0 in den Maschen versenkte. Zu allem Überfluss für das Germeter Interims-Trainergespann Schäfers-Tripp sah Jan Waider nach einem Frustfoul am Borgholzer Stefan Wiemers in der 64. Minute völlig zu recht die Rote Karte. Wiemers verletzte sich bei der Aktion. Nach Prognose des Borgholzer Vorsitzenden und Physiotherapeuten Otto von Detten besteht der Verdacht auf eine Schultereckgelenks-Sprengung.Zehn Germeter hatten dem nun deutlich überlegenen SV Borgholz/Natzungen nichts mehr entgegenzusetzen. In der 70. Minute traf erneut Andre Sima nach Vorarbeit von Ruben Vornholt zum 3:0. Mit seinem Treffer in der 81. Minute legte der gerade eingewechselte Michael Kohlisch den Endstand schließlich auf 4:0 fest.
Nach dem Abpfiff wurde auf Seiten der Borgholzer überschwänglich gefeiert. Nach einer gebührenden Bier- und Sektdusche meinte Meistertrainer Matthias Rebmann: "Die erste Halbzeit war erwartet schwer. Germete hat sehr aggressiv agiert und uns früh unter Druck gesetzt. Aufgrund unserer starken zweiten Hälfte war der Sieg aber verdient und im Hinblick darauf, dass wir in 26 Spielen 90 Tore erzielt und nur 22 bekommen haben, denke ich, haben wir auch den Aufstieg verdient." Sein Kollege Michael Schäfers vom FC Germete/Wormeln erklärte abschließend: "Wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut, aber die frühen Gegentore nach der Pause und die rote Karte haben uns das Genick gebrochen."
Der FC Peckelsheim/Eissen/Löwen zeigte im Heimspiel gegen den FC Neuenheerse/Herbram unterdessen wohl eine der besten Saisonleistungen. Gleich in der 7. Minute bugsierte Andreas Janzen nach einer Flanke von Benni Scholand gegen die aufgerückte FC-Abwehr den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der Ex-Borgholzer Karsten Grimme sorgte in der 17. Minute nach einer Flanke von Scholand frühzeitig für klare Verhältnisse. Münstermann mit einer Riesenchance per Kopf (21.) und Daniel Berendes (25.) hätten die Führung gegen ersatzgeschwächte Neuenheerser schnell ausbauen können, aber erst in der 30. Minute setzte der überragende Benni Scholand mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck die Gäste aus Neuenheerse endgültig schachmatt.
"Wir sind nach den schnellen Gegentoren überhaupt nicht ins Spiel gekommen", meinte FC-Spielertrainer Stefan Wolke enttäuscht. In der 31. Min. krönte Grimme seine gute Leistung mit seinem zweiten Treffer zum 4:0. "Wir freuen uns, dass Karsten Grimme trotz aller Abwerbeversuche der Borgholzer weiter bei uns bleibt", sagte der Vorsitzende des FC PEL Manfred Hahne.
Bis um 16.07 Uhr durfte sich der FC PEL als Meister fühlen, dann kam die Kunde von Simas Führungstreffer. "Ich hatte gehofft, dass die Borgholzer nach dem torlosen Remis zur Pause nervös werden", sagte Trainer Bernward Rex . Kurz darauf markierte Steffen Münstermann noch das 5:0 mit einem platzierten Flachschuss. Aber die Treffer des SV Borgholz in Germete waren auch mit diesem klaren Sieg nicht wettzumachen.
"Wir feiern als Sieger", meinte Trainer Bernward Rex, der seine Spieler sofort nach der Partie im Mittelkreis zusammenholte. "Wir haben zwölf Siege in Folge geholt, darauf können wir stolz sein. Wir feiern heute erhobenen Hauptes als Sieger", sagte Rex, der kurz darauf von Karsten Grimme eine Bierdusche verpasst bekam.