Paderborn. Der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga war für den Sportclub Paderborn 07 mit dem Nachklapp Relegation durchaus eine schwere Geburt, auch wenn die beiden Spiele gegen den VfL Osnabrück insgesamt in souveräner Manier über die Bühne geschaukelt wurden. Dafür aber arbeitet der Verein von der Pader die jetzt offenen Posten um so schneller ab. Gestern wurde Andre Schubert offiziell als Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Person mit einem Vertrag bis 2012 vorgestellt.
"Wir hatten Angebote zahlreicher berühmter und bekannter Trainer, aber Andre Schubert und sein Trainerteam besitzen unser vollstes Vertrauen, das noch nicht patentierte Magath-Modell auch in Paderborn erfolgreich umzusetzen", informierte Präsident Peter Evers am Donnerstag Vormittag die Öffentlichkeit. Überzeugt habe Schubert vor allem damit, was er in der knappen Zeit seit seiner Amtsübernahme "vor allem im taktischen Bereich mit der Mannschaft noch bewegt hat." Auch Wilfried Finke untermauert die Ausführungen seines Präsidiumskollegen. Schon in der Vergangenheit habe er in Zeiten, "wenn es sportlich mal nicht so lief" von Schubert Analysen erstellen lassen, die als Quintessenz zu dem, was letztendlich auf dem Platz passiert sei, "absolut überzeugend" gewesen seien.
Der Sportchef Schubert nutzte seine offizielle Vorstellung aber sogleich, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. "Die personelle Veränderungen werden sich im Rahmen halten, weil wir eine Mannschaft haben, die nicht großartig verändert werden muss", begründete Schubert dies mit einem Spielermaterial, das vielseitig verwendbar sei. Neue Namen nannte er keine. Natürlich werde das Team ergänzt, allerdings nicht im Bereich der Innenverteidigung. "Dort haben wir ein hohes Maß an Spielern, die das können", betonte der 34-Jährige.
Für die im August beginnende Zweitliga-Saison kündigt er schon jetzt "offensiv ausgerichteten Kombinationsfußball" an, bei dem "wir unsere Fähigkeiten umsetzen wollen, egal, wie der Gegner heißt." Viel Wert legt das neue Trainerteam demnach darauf, den erst vor wenigen Tagen erreichten Schulterschluss mit den Fans nicht wieder in Gefahr zu bringen. Es sei Fußball gefordert, der von den Fans als "unterstützungswürdig" eingestuft werde, sagte Schubert.
Bei der täglichen Trainingsarbeit wird er zukünftig weiter von Co-Trainer Asif Saric (44) , Torwarttrainer Zsolt Petry (42) und weiterhin auch von Jan-Moritz Lichte (29) als Bindeglied zum Nachwuchs-Leistungszentrum unterstützt. Schon in den letzten Tagen und Wochen habe die Zusammenarbeit mit diesen Personen "sehr viel Spaß gemacht", die zudem "ein hohes Maß an Qualität mitbringen", fügte Schubert an. In erster Linie hoffe der gesamte Verein, "dass die Fans unseren Weg auf der jetzt entfachten Welle der Begeisterung mitgehen", so Schubert wörtlich.