Brakel. Jürgen Prüfer meckert, der Schiedsrichter wartet und pfeift, als das Leder im Brakeler Strafraum angekommen ist. Grund: Brakels Trainer Jürgen Prüfer, der aufgrund seiner Äußerung der Bank verwiesen wird. Der Hammer: Der Mann in Schwarz gibt den Maaslingern einen Freistoß , neun Meter vor dem Brakeler Tor. Danach stand des 3:0.
,,Das war nur das I-Tüpfelchen", schimpfte Brakels Vereinschef Helmut Briel. ,,Ein klarer Regelverstoß. Heute Abend beraten wir im Vorstand, ob wir Einspruch gegen die Spielwertung einlegen", sagt Briel und ist sich mit der Beurteilung einig mit seinem Trainer. ,,Das war so wie das Spiel gegen Erkenschwick. Aber man darf ja nichts sagen, dann wird alles nur noch schlimmer." Die Brakeler sahen sich total verpfiffen. Besonders in der ersten halben Stunde. Der Elfer sei ein schlechter Witz gewesen und jeder Brakeler Einsatz sei im Ansatz unterbunden worden.
So weit herrschte noch Einigkeit zwischen Vereinschef und Trainer- darüber hinaus findet man nicht mehr viel, was zur Steigerung beidseitiger Sympathie beitragen könnte. ,,Ich möchte dazu nicht viel sagen", erklärt Jürgen Prüfer. ,,Es steht mir nicht zu, ich kann sowieso nichts ändern und deshalb schweige ich besser." Gemeint ist der knappe Kader, schlechtes Management im Umfeld und dann noch geäußerte Kritik an Aufstellung und Auswechselung.
Kernpunkt: Youngster Maximilian Berens. Der feierte wohl keinen guten Einstand, sollte eigentlich schon nach 30 Minuten vom Platz. ,,So etwas kann ich nicht machen", erklärt der Trainer.,,Wir haben teilweise Spieler geholt, die Zeit brauchen, dann muss man sie ihnen auch geben. Ein Spieler, der bisher nur ein paar A-Liga-Einsätze im Seniorenbereich aufweisen kann, muss sich an die Landesliga erst gewöhnen."
,,Ich kann das Gezeter um den kleinen Kader nicht mehr hören. Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, vielleicht ins Mittelfeld und das sollten wir mit der Mannschaft schaffen", winkt der Vereinschef ab.
Der schien auch nicht gerade angetan vom Ergebnis der Mannschaftssitzung am Freitag. ,, Wenn ein zwei Leute was quer sitzen haben, heißt es immer gleich es wäre schlechte Stimmung im Team", wehrt Briel weiter ab. Richtig engagiert sah das in Maaslingen aber nicht aus.