Dringenberg/Schwaney. In Schwaney wird man über diesen Abend noch lange reden. Zwar verloren die Schwarz-Gelben gegen die Arminen aus Bielefeld klar mit 1:18, doch für Zuschauer wie Spieler war das Aufeinandertreffen der beiden Clubs das Highlight in der 88-jährigen Vereinsgeschichte. Fast das ganze Dorf war auf den Beinen, als ihre Mannschaft gegen den Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga auflief (wir berichteten).
Über 1.200 Fans standen hinter dem TuS um Kapitän Patrick Dirichs, der das Spiel unter Flutlicht so schnell nicht vergessen wird: "Unser Ziel war es, ein Tor zu schießen. Das ist uns gelungen." Überrascht war er von der enormen Geschwindigkeit, mit der die Arminen auf dem Spielfeld agierten: "Da kann man einfach nicht mithalten." Dennoch war das Gastspiel der Arminen im Burgstadion für die Schwaneyer ein einmaliges Ereignis: "Die hohe Zuschauerzahl zeigt auch, wie groß der Zusammenhalt der Schwaneyer ist. Das gesamte Dorf hat uns angefeuert", so Dirichs stolz. Zusammen mit Tobias Schmidt ist Dirichs Gründungsmitglied beim Paderborner Bielefeld-Fanclub "die Bieleborner".
Rolf Laumann mischte sich unter die Fans auf der Tribüne, für ihn hat bei diesem Spiel alles gepasst: "Die Organisation war spitze und die Unterstützung für unsere Schwaneyer einfach großartig. Unglaublich stolz sind wir auf Daniel Lemke, der mit seinem Tor die Bielefelder toll ausgespielt hat."
Auch der erste Vorsitzende des TuS, Wilfried Kröger, zeigte sich nach der Partie sichtlich stolz: "Das war ein rundum gelungener Abend, mit einer super Unterstützung vom SV Dringenberg. Als wir beim Gewinnspiel mitgemacht haben, hat niemand daran geglaubt, dass wir wirklich gewinnen können. "
Joseph Finke war 18 Jahre Vorsitzender des TuS Egge Schwaney und ebenfalls sehr angetan vom Event in Dringenberg: "Danke an die Dringenberger Gastgeber für ihre Großzügigkeit. Alles war hervorragend organisiert."
Ein Traum für jeden Fußballer
Auch TuS-Spielertrainer Matthias Eikel war nach der Partie seiner Mannschaft trotz der hohen Niederlage begeistert: "Das ist ein riesen Highlight für unseren kleinen Verein und die junge Mannschaft. Ein Traum für jeden Fußballer."
Der 15-jährige Jonas Leineweber durfte ebenfalls im Konzert der Großen mitmischen. Sein Onkel Wilfried Böddeker ersteigerte eine Wildcard und ermöglichte ihm somit die Teilnahme am Spiel gegen die Arminia. "Es war ein super Gefühl, vor so vielen Leuten zu spielen. Die meisten Ballkontakte hatte ich aber leider beim Anstoß", scherzte Leineweber, der in der Schwaneyer B-Jugend spielt.








