Warburg. Die Neuzugänge stachen: In der Vorrunde der RWE-Masters setzte sich der SV Menne am Samstag mit Kevin Köhler und Sebastian Albrecht gegen die starke Konkurrenz aus Dringenberg und Zierenberg als Gruppenzweiter durch. Als Erster qualifizierte sich die SG Calden/Meimbressen mit 19 Punkten.
Die Gruppe A blieb bis zur letzten Runde extrem spannend: Vier Teams hatten noch die Chance auf die direkte Qualifikation, die besten Karten hatte allerdings die SG Calden/Meimbressen mit den überragenden Karsten Käckel und Holger Warzecha. "Ich komme immer wieder gern nach Warburg zu den RWE-Masters", meinte der Calenberger Warzecha, der drei Tore zum Gruppensieg beisteuerte. Mit sechs Treffer war Karsten Käckel gemeinsam mit David Helm bester Torschütze des Teams. Extrem wichtig war der von Holger Warzecha mit "Picke" erzielte 1:0-Siegtreffer gegen den FC PEL. "Das war wichtig fürs Selbstvertrauen", meinte Warzecha, der dann mit seinen Mannen den SV Dringenberg mit 4:0 klar besiegte.
"Da waren wir einfach nicht wach", ärgerte sich Dringenbergs Coach Richard Soethe. Gleich in der ersten Minute traf Warzecha für die SG Calden, die dann Kontersituationen gegen zwangsläufig offensiver agierende Dringenberger clever ausnutzten. Noch mehr ärgerte sich SVD-Trainer Richard Soethe allerdings über die 0:3-Niederlage gegen den FC PEL. "Da machen wir Fehler bei Ecken wie in der F-Jugend", grantelte Soethe, der mit seinem Team jetzt in die Lucky-Loser-Runde muss. "Da haben wir wenigstens noch eine Trainingseinheit mehr im Programm", nahm Soethe die missratende Vorrunde dann doch noch mit Humor.
Grund zur Freude hatte indes Mennes Trainer Burkhard Sarrazin, der nicht nur mit dem engagierten Auftritt seiner beiden Neuzugänge Kevin Köhler und Sebastian Albrecht zufrieden sein konnte. Köhler, der wie Paul Heinze fünf Treffer erzielte, war ebenso wie der agile Sebastian Albrecht (zwei Tore) sofort drin im Team, das sich im gesamten Turnierverlauf sehr eingespielt präsentierte. Marvin Nolte (2), Michael Schütze (2) und Philipp Kriwet erzielten die weiteren Treffer.
Bei der Endrunde wird Burkhard Sarrazin sein Team nicht coachen können. Er befindet sich dann im lange geplanten Skiurlaub. "Das kriegen die Jungs auch ohne mich hin", meinte Sarrazin schmunzelnd. Besonders hob der Trainer die Leistung seines Keepers Markus Witte heraus. Im entscheidenden letzten Spiel gegen Zierenberg brachte Witte die Gästeangreifer mit tollen Reflexen und mutigen Paraden in der 1:1-Situation schier zur Verzweiflung.
Für ein Kuriosum sorgte ein anderer Keeper. Uwe Fichtner spielte in der ersten Partie gegen den FC PEL im Tor und glich den Führungstreffer des Ex-Gehrdeners Malte Koch mit einem Distanzschuss aus.