Dringenberg (dp). Stillstand bedeutet Rückschritt. Getreu dieses Mottos ruht sich der SV Dringenberg nicht auf bisher Geleistetem aus. Er geht immer wieder neue Wege, um den Verein zu präsentieren und den Mitgliedern das gewisse Etwas zu bieten. Nun arbeitet der Burgverein mit drei Sportwissenschaftsstudenten der Universität Paderborn im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zusammen.
Tim Plöger (24), Steven Brüschke und Dennis Pape (beide 22) belegen das Seminar "Qualitätsmanagement im Sportverein" im Zuge ihres Studiums an der Paderborner Hochschule und haben sich zum Ziel gesetzt, einen Verein im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Den Kontakt zum Burgverein stellte der Dringenberger Dennis Pape her.
"Für mich ist dieses Projekt natürlich eine Herzensangelegenheit. Ich bin in diesem Verein seit meinem sechsten Lebensjahr aktiv und kann mich mit den blau-gelben Farben zu 100 Prozent identifizieren", so Dennis Pape. Auch der aus Hamburg stammende Tim Plöger und Steven Brüschke, der seine Wurzeln in der Nähe Berlins hat, konnten sich auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag einen Einblick in das Vereinsleben des SVD verschaffen. "Hier herrscht ein sehr gutes Gemeinschaftsgefühl. Die Identifikation ist wirklich groß", zeigte sich Tim Plöger auf Anfrage der Neuen Westfälischen durchaus angetan.
Sein Kommilitone Steven Brüschke pflichtete diesem bei: "Nach den ersten Treffen mit dem Vorstand muss ich sagen, dass die Verantwortlichen sich hier wirklich hochgradig engagieren." Vor 152 Mitgliedern stellten die drei Studenten ihr Konzept mit Hilfe einer Leinwandpräsentation vor. So wollen sie in Kooperation mit dem Verein Strukturen aufbauen, die auch nach Beendigung des Projektes im Sommer eine Weiterführung der Öffentlichkeitsarbeit gewährleisten. Das Hauptaugenmerk soll auf den Ausbau der Homepage gelegt werden.
Dazu werden Verantwortliche aus den einzelnen Abteilungen und Mannschaften gesucht, die Spielberichte und Hintergrundstorys für die Homepage liefern. Geplant ist ein Workshop zum Thema "Journalistisches Schreiben über Sportereignisse" in Kooperation mit der Neuen Westfälischen, um die Verantwortlichen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen. "Besonders freuen wir uns auf die jungen Leute aus den Jugendmannschaften. Es ist wichtig die Jugend möglichst früh in die Vereinsarbeit mit einzubeziehen.
Schön, dass wir sofort Unterstützung von der NW bekommen haben", so Steven Brüschke, der desweiteren erklärt, dass auch die Jugendhomepage in die Hauptseite integriert werden soll. Ein Newsletter soll alle Interessierten möglichst aktuell informieren, während eine Vereinszeitung als alternatives Medium ebenfalls geplant ist.
Dies soll helfen auch weniger internetaffine Altersgruppen mit Informationen zu versorgen, um somit ein generationsübergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern. Zudem wird momentan über ein Sponsorentreffen nachgedacht.
"Durch das Internet wollen wir unseren Sponsoren eine Plattform anbieten, um zeitgemäß für sich zu werben. So gewinnen beide Seiten. Man muss immer daran denken, den Unterstützern etwas wiederzugeben", sagt Dennis Pape. Die weitere Idee eines Vereinsabends zielt darauf ab, die interne Kommunikation zwischen den Sportlern und deren Fans auszubauen, denn "externe Kommunikation ist nur möglich, wenn eine starke interne Verständigung besteht", so Tim Plöger.
Geschäftsführer Christian Rohe freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Studenten. "Das Thema Öffentlichkeitsarbeit spielt bei der zukünftigen Ausrichtung des SV Dringenberg eine zentrale Rolle." Rohe will auf diesem Weg Mitglieder, Sponsoren und Sportler für den Verein gewinnen und auch halten. "Auf dieser Basis kann der Verein in der bestehenden dörflichen Struktur auch weiterhin so erfolgreich und vor allem unabhängig bleiben. Wir werden nun gemeinsam die Möglichkeiten diskutieren und nachhaltig umsetzen", so Rohe, um gleichzeitig einen Appell an die Mitglieder zu senden: "Wir brauchen die Unterstützung möglichst vieler helfender Hände." Sollte dies gelingen, steht der SVD vor einem produktiven Jahr.