Bad Driburg. Es ist der bisher größte Erfolg seit ihrem Ausflug in den Eiskanal: Inga Versen, 22 Jahre alte schnellkräftige Athletin aus Bad Driburg, fährt mit ihrer Pilotin Christina Hengster im Zweier-Bob für Österreich in die Weltspitze.
Schweiz, Deutschland, Österreich – so lautete die endgültige Reihenfolge nach der Junioren-Weltmeisterschaft im Zweier-Bob in St. Moritz. Es war knapp. Und spannend. Am Ende fehlten Inga Versen und Christina Hengster 46 hundertstel Sekunden zum zweiten Platz und eine Sekunde und 34 Hundertstel zum Titel. Nach dem ersten von zwei Wertungsläufen im als schwierig geltenden Eiskanal von St. Moritz lagen Inga Versen, die als kraftvolle Anschieberin für Top-Startzeiten sorgte, und Pilotin Christina Hengster auf dem dritten Platz. Sie brauchten 1:10,80 Minuten. Der deutsche Bob mit Stefanie Szczurek und Stefanie Schneider war ganze zwei Hundertstel schneller und belegte Platz zwei. Schon nach dem ersten Lauf unangefochten vorne: der Bob Schweiz I mit Sabina Hafner und Marina Gilardoni in irre schnelle 1:10,57 Minuten.
Die beiden schnellen Damen aus der Schweiz erhöhten im zweiten Wertungslauf das Tempo und bauten ihren Vorsprung aus. Sie waren in 1:08,73 Minuten unten. Eine absolute Top-Zeit. Szczurek und Schneider im deutschen Bob untermauerten in 1:09,40 ihren zweiten Platz. Inga Versen und Christina Hengster hielten in 1:09,84 Minuten nicht nur souverän den dritten Rang und damit die Bronzemedaille, sondern auch den Bob Schweiz II in Schach, der auf dem vierten Platz ins Ziel kam. Damit schaffte Inga Versen bereits in ihrem zweiten Jahr als Anschieberin für den Bob Österreich I den Durchbruch in der Weltspitze. Auf der Bobbahn in St. Moritz sicherte sie sich zusammen mit Christina Hengster in 2:20,64 Minuten Bronze bei der Junioren-WM hinter Deutschland und der Schweiz. Insgesamt schafften acht Teams den Einzug ins Finale bei der Weltmeisterschaft im Zweier-Bob in St. Moritz. "Nach dem zweiten Lauf waren wir nur zwei Hundertstel von der Vize-Weltmeisterschaft entfernt – das alleine ist schon super. Leider war der zweite Lauf etwas langsamer. Aber wir sind trotzdem mega-zufrieden mit unserer Bronzemedaille", sagte Inga Versen.