VOLLEYBALL: 17. Auflage des jährlichen VBGS-Turniers mit starker Besetzung
Willebadessen. Rund acht Stunden flogen am Sonntag die Volleybälle über die Netze und durch die Dreifachturnhalle in Willebadessen. Gepritscht, gebaggert und geschmettert wurden sie von neun Hobby-Mixed-Mannschaften, von Warburg bis Gütersloh: "Wir hatten einen super Tag, sportlich wie freundschaftlich", durchweg positiv ist das Resümee von Dimitri Dück, der zum zehnten Mal als Organisator vorne mit dabei ist.
Da machte es dann gar nichts, dass er mit seiner Mannschaft nicht im großen Finale dabei sein kann: "Klasse, dass die Warburger es geschafft haben. Sie zeigen ein deutlich besseres Spiel", freut sich Dimitri Dück, Integrationsbeauftragter und Geschäftsführer des VBGS (Verein für Bewegungsförderung und Gesundheitssport), über den dritten Platz für den TV Warburg. Souverän hat dieser seine Vorrundenspiele gegen Delbrück und den VBGS Willebadessen gewonnen und liefert sich mit den "Monolithen" des BSV Fürstenberg und der Mannschaft "Sibir" (Paderborn/Gütersloh) hochklassige und spannende Sätze. "Ein Sieg ist schon möglich", schätzt Jonas Hofstetter noch beim laufenden ersten Finalspiel der beiden Gegner die Chancen seines Teams ein: "Technisch ist das Level des Bezirksligisten Fürstenberg nicht viel höher. Der Spielaufbau ist nicht so richtig rund."
Gerade hier landet dann aber anschließend der Hase im Pfeffer, oder besser der Ball häufig, spontan und damit schwer kalkulierbar, im Feld der Warburger. Die Mannschaft um den Fürstenberger Gerd Arndt punktet vordergründig mit herausragenden Einzelleistungen und ungeheurem Engagement. Der Volleyball wird von den Spielern aus fast jeder Körperlage und Situation wieder ins Spiel gebracht. Auf der anderen Seite zogen die Warburger in beiden Sätzen mit tollen Angriffssituationen immer wieder gleich auf.
Neben den routinierten Angreifern Alexander Heinze und Thomas Gundlach sprang der Youngster Julian Schimek dem Betrachter förmlich ins Auge: Er schmetterte manchen Ball wohl platziert mit ungeheurem Drive unhaltbar in das Feld der Fürstenberger. "Einfach toll, einmal auf dieser Position spielen zu können", freut Schimek sich nach dem Spiel sichtbar über Lob und Aufstellung. Jan Hofstetter, Christina Heinze und Katharina Reger lieferten dem Angriff zuverlässige Vorlagen. Die Fürstenberger bleiben ungeschlagen gegen den Zweiten und Vorjahressieger "Sibir", eine voll auf technischer Linie spielende Mannschaft, fehlt es auf Warburger Seite schließlich an der Kraft.
Ein Turnier zu spielen ist auch immer verbunden mit Überraschungen. Letztendlich erreichte Platzierungen hängen auch von Zufallsfaktoren ab: In ein schweres Vorrundenfeld gelost, kann der Kraftverlust hoch sein, oder das Mitspielen eine positive Eigendynamik bekommen. Im umgekehrten Fall sind ebenso beide Seiten offen. Die Mannschaft aus Kleinenberg spielt sich jubelnd auf Platz sechs, entgegen der augenzwinkernden Aussage von Spieler Michael Eickhoff zum Turnierstart: "Wo wir sind ist hinten!"
Ausgespielt bis zum letzten Platz tobte das Volleyballleben in der Dreifachturnhalle bis zur Siegerehrung. Gerade in den Spielen der Lokalmatadore aus Willebadessen, VBGS und TUS I und II, untereinander ging es spielerisch und kämpferisch auf allen Feldern hoch her. Schließlich trat der neue Wanderpokal, äußeres Zeichen für die Fortführung der Turnierserie, seine erste Reise nach Fürstenberg an: "Ein tolles Turnier. Wir kommen wieder, auch um den Pokal noch einmal mitzunehmen", resümiert Gerd Arndt mit seinen Spielern den Pokal freudig schwenkend nach dem erfolgreichen freundschaftlichen Kampf.