Warburger Land. Nach der verlängerten Winterpause steht am kommenden Sonntag im ganzen Altkreis wieder B-Liga-Fußball auf dem Programm. In der Tabelle überwinterte der VfR Borgentreich II an der Spitze. Ob diese Position weiterhin gehalten werden kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Doch Trainer Matthias Wegener weiß: "Leicht wird das nicht."
Die ungünstigen Wetterbedingungen der letzten Monate erschwerten auch dem Tabellenführer das Training: "Weil das Spielen in der Halle nur bedingt möglich war, haben wir uns in der Pause hauptsächlich auf Kraft- und Ausdauertraining konzentriert", erklärt der Coach, "wann immer es ging, haben wir aber auch auf dem Platz trainiert." Insgesamt scheint Wegener mit dem Ausnutzen der Saisonunterbrechung zufrieden zu sein: "Die Trainingsbeteiligung war gut, wir sind fit und außer zwei Spieler, die eventuell noch in die erste Mannschaft hochgemeldet werden, haben wir keine Einschnitte im Kader zu verzeichnen."
Auf die Frage, ob sein Team am Ende der Saison die Meisterschaft feiern kann, reagiert Wegener zurückhaltend: "Vor vier Jahren haben wir schon einmal eine gute Hinrunde gespielt und mussten am Ende mit nur vier Punkten aus der Rückserie noch um den Klassenerhalt zittern", erinnert sich der Langzeittrainer, "das wird uns hoffentlich dieses Mal nicht passieren, aber leicht wird es nicht, an der Spitze zu bleiben."
Als "Schicksalsspiele" sieht Wegener die kommenden zwei Partien: "Warburg ist nur sehr schwer einzuschätzen und Germete/Wormeln ist auf jeden Fall immer noch ein Aufstiegsfavorit. Ein leichterer Start wäre für uns besser gewesen", so Wegener, der insgesamt aber optimistisch in die nahe Zukunft blickt: "Wir versuchen einfach, so lange wie möglich oben mitzuspielen. Wenn das am Ende mit der Meisterschaft belohnt würde, wäre das natürlich toll für uns." Hinzukommt, dass auch Borgentreichs Hauptkonkurrent Ossendorf einen schweren Wiederbeginn erwischt hat: Am Sonntag soll das Team auf den FC Germete/Wormeln II treffen, der somit eine Schlüsselrolle im Aufstiegskampf inne hat.
Am Tabellenende wehren sich zwei Teams gegen den Wiederabstieg: Der FC PEL II, derzeit Tabellenschlusslicht, trainiert seit zwei Wochen wieder auf dem Eissener Ascheplatz, wie Trainer Michael Wiemers verrät: "Natürlich hatten wir auch mit dem Wetter zu kämpfen, aber immerhin konnten wir noch auf die große Halle in Peckelsheim ausweichen", berichtet der Coach. Der Kader wurde durch Christian Rebmann ergänzt, der aus Borgholz dazugekommen ist. Er soll nun helfen, den drohenden Abstieg zu verhindern. Wiemers ist optimistisch, dass das gelingt: "Wir haben in der Hinrunde viele individuelle Fehler gemacht, die uns unsere eigentlich guten Spiele kaputt gemacht haben. Das werden wir in der Rückrunde besser machen. Unser Ziel ist es, als Drittletzter dem Abstieg zu entgehen", kündigt der Trainer an.
Dazu sollen aus den ersten zwei Spielen vier Punkte mitgenommen werden. Gerade gegen Manrode wollen die Peckelsheimer auf heimischem Platz alles auf einen Sieg setzen, um sich für die 1:7-Niederlage aus der Hinrunde zu revanchieren.
Ähnlich optimistisch ist auch Sebastian Ostermann vom SV Scherfede/Rimbeck II: "Außer beim 0:7 gegen Ossendorf haben wir spielerisch immer mithalten können und uns meist nur knappe Niederlagen eingefangen. Deswegen bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt doch noch retten können", so Ostermann. Dass übernächsten Sonntag dann schon wieder der Tabellenzweite Ossendorf auf dem Programm steht, sieht der Trainer mit gemischten Gefühlen: "Einerseits wären leichtere Gegner zu Beginn natürlich schöner gewesen, aber wir müssen das Beste daraus machen. Wenn wir das Spiel nicht verlieren, gibt uns das natürlich auch neuen Schwung, den wir in die kommenden Begegnungen mitnehmen können."