FUSSBALL: Sonntag steigt das Spitzenspiel in der Bezirksliga zwischen Beverungen und Höxter
Beverungen. Zehn Spiele in Folge hat der SV Höxter gewonnen - eine Wahnsinnsserie, die die Dölitzsch-Elf an die Tabellenspitze katapultierte. Zuletzt verlor Höxter am 18. Oktober 2009. Gegner war der VfB Beverungen, der nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter aus Höxter liegt. Sonntag kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden dominierenden Mannschaften der Bezirksliga. Das Spitzenspiel wird um 15 Uhr in Beverungen angepfiffen.
Höxters Coach Norbert Dölitzsch meint, dass der Druck beim Gastgeber höher ist. "Wir könnten mit einem Unentschieden leben, die Beverunger müssen aber schon gewinnen, um an uns vorbeizuziehen", sagt Dölitzsch. "Druck haben wir nicht", weist Beverungens Spielertrainer Dennis Hustadt diese Behauptung zurück. "Wir haben ja nie das Ziel Meister und Aufstieg ausgegeben. Kurzfristig ist das kein Ziel von uns." Keinen Favoriten in diesem Spiel sieht Höxters Coach: "Beide Mannschaften waren auf die gesamte Saison gesehen sehr erfolgreich. Wir lagen ja nie weit auseinander." Die Favoritenrolle schiebt Hustadt allerdings dem SV Höxter zu: "Die haben einen Lauf, sind also leicht favorisiert. Aber es kommt uns recht, denn je länger so eine Serie anhält desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie reißt." Dabei dachte Hustadt bestimmt auch an die letzten drei Spiele gegen Höxter, die der VfB jeweils gewann.
Ist Beverungen der Angstgegner des SV Höxter? "Nein, wir waren in den Spielen nicht schlechter. Ich gehe nicht davon aus, dass Beverungen uns nicht liegt", wiegelt Dölitzsch ab. Von der Spielanlage ähneln sich beide Mannschaften. Beide Trainer setzen auf Ballsicherung, kurze Pässe und die Viererkette. Allerdings scheint der VfB in der Offensive ausrechenbar zu sein. Für 47 der 55 Beverunger Tore war das Trio Dennis Hustadt (13), Dennis Dittmer (16) und Viktor Schmidt (18) zuständig. "Das weiß ja jeder, auf diese drei muss man besonders aufpassen", sagt Dölitzsch, denkt aber nicht an eine Sonderbewachung.
Einig sind sich beide Trainer aber, dass egal wie das Spitzenspiel ausgeht, noch keine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen fällt. "Danach sind noch 21 Punkte zu vergeben. Da kann noch sehr viel passieren", meint Höxters Trainer, der am Sonntag wieder auf Routinier Pierre Gröne zurückgreifen kann. Auch Stefan Zeisberg ist aus dem Manöver zurück und auch Eyk Kluge stößt wieder zum Kader, so dass Dölitzsch genug Alternativen hat. Arne Christoph ist leicht angeschlagen, wird aber spielen können. Etwas Sorgen machen Dölitzsch nur seine beiden Torleute. Andre Durdel hatte Magen- und Darmgrippe und Benedikt Moritz hat Abiturstress. Beim VfB Beverungen wird nur Innenverteidiger Bastian Voss mit einer Knieverletzung ausfallen.
Oft halten Spitzenspiele nicht das, was sie im Vorfeld versprechen. Zuviel Taktik, zu viel Respekt sind die Gründe. Dennis Hustadt glaubt aber, dass es "ein Spiel ohne große Vorgaben" geben wird. "Wer wacher und aggressiver ist, wird dieses Spiel gewinnen. Und ein bisschen Glück muss man auch haben, denn unser Platz ist nach wie vor in einem schlechten Zustand", sagt der Beverunger Spielertrainer.